Tennis: Modernisierungsplan in Kitzbühel sieht Stadionumbau vor
Kitzbühel (APA) - Aufmerksamen Besuchern sind bei der 72. Auflage des Kitzbüheler Tennisturniers einige Neuerungen aufgefallen. Nicht wenige...
Kitzbühel (APA) - Aufmerksamen Besuchern sind bei der 72. Auflage des Kitzbüheler Tennisturniers einige Neuerungen aufgefallen. Nicht weniger als 500.000 Euro wurden in diverse kosmetische Maßnahmen investiert, darunter auch in eine teilweise neue Bestuhlung im Stadion. Für den Präsidenten des Kitzbüheler Tennisklubs (KTC), Herbert Günther, soll das aber erst der Anfang sein, wie er im APA-Gespräch versichert.
Das „Ausverkauft“-Schild am Mittwoch vor dem Österreicher-Duell Dominic Thiem gegen Jürgen Melzer war für den Immobilien-Unternehmer und Architekten „das Erreichen eines Traums“. Und dies trotz eines wegen der Olympischen Spiele sehr engen Terminkalenders. „Durch die Vorverlegung und das Zusammentreffen von vier Turnieren in der gleichen Woche war es ein schwieriges Jahr. Aber wir haben das beste cut-off und auch die beste Besetzung aller vier Turniere gehabt.“
In Sachen Infrastruktur soll nun zügig an der Zukunft des Turniers gearbeitet werden. 600 neue VIP-Sitzplätze sowie die oberen Ränge wurden fast zur Gänze ausgetauscht, so Günther. „Das ist erst der Auftakt“, verspricht er. Nach der langfristigen Erteilung der Turnierlizenz durch Octagon bis 2025 sei nun der richtige Zeitpunkt, Investitionen zu tätigen - zudem habe man mit Dominic Thiem einen Top-Ten-Spieler, dessen Ära ja noch einige Zeit dauern soll.
Günther schwebt eine Erweiterung der Anlage in unmittelbarer Nähe des Stadions vor. „Ohne der Familie Graf Max Lamberg ist keine Erweiterung möglich. Er ist der Eigentümer der Anlage rund um das Stadion“, sagte Günther. Nach mehreren Gesprächen habe dieser auch signalisiert, dass er bereit wäre, das Grundstück zur Verfügung zu stellen.
Der KTC-Präsident nützte die Gelegenheit am Mittwochabend, dem neuen Sportminister Hans Peter Doskozil seine Visionen und Ideen vorzustellen. Dieser sei den Plänen nicht abgeneigt. Geht es nach Günther, soll die nächste große Änderung bis 2018 realisiert werden: „Wir planen, im Stadion auf der Westtribüne die oberen Reihen abzutragen, sodass oben eine große Fläche entsteht, und da möchten wir einen neuen VIP-Bereich im Center Court integrieren“, erklärte Günther. Der Kostenaufwand dafür: vier Millionen Euro.
Weitere Ausbaustufen sehen den Bau eines neuen Grandstands rechts vom Stadion vor - mit einer mobilen Tribüne für 1.500 bis 2.000 Zuschauer. „Das gesamte Turnier soll rund um den Center Court abgewickelt werden“, sagte Günther. Aktuell ist das Stadion etwa 200 m von den nächsten Courts entfernt. „Die Spieler müssen derzeit ja teilweise auch auf anderen Anlagen trainieren. Es wäre das Ziel, alle Spieler auf der Anlage zu haben.“ Eine Realisierung des Gesamtkonzepts wird dann freilich teurer: „Da reden wir von Summen über zehn Millionen Euro“, erklärte Günther.
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