Bezirk Schwaz

Schiffstaufe wird zum großen Fest

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Achenseeflotte bekommt ab heute Verstärkung. Seit 1887 hat die Schifffahrt für die Achenseeregion einen bedeutenden Stellenwert.

Von Walter Zwicknagl

Pertisau –Am neuen Schwimmsteg auf dem Weg zur Gaisalm gab es in den vergangenen Tagen einige Bewegung. Denn nach den Probefahrten des neuen Achenseeschiffes, die anfangs Juli starteten, war man noch mit der Innenausstattung beschäftigt. Tische und 300 Stühle wurden an Bord gebracht, um heute für die Schiffstaufe gerüstet zu sein. Betriebsleiter und Flottenkapitän Albert Bichler atmet auf und freut sich auf das Schiff, dessen Name noch immer ein Geheimnis ist. Darüber wird aber schon eifrig spekuliert.

„Das Schiff lässt sich toll fahren und macht auch weniger Wellen. Da haben sich die Schleppversuche in der Versuchsanstalt bezahlt gemacht. So wird auch das Ufer geschont“, stellt Bichler nach den ersten Tests fest. Jetzt sei die moderne Achenseeflotte vollständig. Rund 6,3 Millionen Euro investierte die Tiwag, deren Tochterunternehmen die Schifffahrt ist, in den neuen Achenseeliner, weil das Schiff „St. Benedikt“ ausgemustert werden muss. Seit 1959 war es in Betrieb, Ende des Jahres läuft die Zulassung aber ab.

Fast 47 Meter lang und mehr als zehn Meter breit ist das neue Motorschiff, das von der Öswag-Werft in Linz gebaut wurde. Bei der Jungfernfahrt mit rund 250 Gästen wird heute Kapitän Thomas Schick auf der Kommandobrücke stehen. Kapitänin Daniela Neuhauser wird sich um das Wohlergehen der Gäste kümmern. Bis zu 500 Gäste wird das Schiff, das 280 Tonnen wiegt, im Regelbetrieb aufnehmen können.

Mit einem landesüblichen Empfang vor dem Fürstenhaus in Pertisau um 17.45 Uhr starten die Feierlichkeiten. Pfarrer Henryk Goraus zelebriert die Festmesse und segnet das Schiff. Dann treten Tiwag-Chef Erich Entstrasser und LHStv. Josef Geisler ans Rednerpult. „Schiff ahoi“ heißt es nach der Schiffstaufe. Patin des Schiffes ist Heike Hausberger, die Gattin von BM Sepp Hausberger (Eben). „Heuer fahren wir bis zum 29. Dezember“, verrät Kapitän Bichler so nebenbei.