Causa Grasser - Zitate: Ein „Opfer“ im „korrupten Land“
Wien (APA) - Seit sieben Jahren kämpft der ehemalige „Schwiegersohn der Nation“ und „Mr. Nulldefizit“ Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser g...
Wien (APA) - Seit sieben Jahren kämpft der ehemalige „Schwiegersohn der Nation“ und „Mr. Nulldefizit“ Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser gegen den Vorwurf, er habe sich in seiner Amtszeit als Minister ungesetzlich bereichert. Der frühere Freiheitliche und Haider-Vertraute, der später auf einem ÖVP-Ticket in der Regierung saß, fühlte sich stets angegriffen.
Während Grasser am Anfang der Ermittlungen noch sehr offensiv in eigenen Pressekonferenzen gegen die Beschuldigungen vorging, ist es zuletzt ruhiger um ihn geworden.
Im folgenden einige Zitate:
„Sie können davon ausgehen, dass ich ein supersauberes, reines Gewissen habe.“ (6. Oktober 2009)
„Das ist, anders kann ich es mir nicht erklären, ein politisch motivierter Racheakt beziehungsweise ein politisch versuchter Rufmord an mir.“ (28. Oktober 2009)
„Ich schwöre, ich habe keinen Cent bekommen und bis zur letzten Woche kein Wort gewusst. Deshalb ist meine Empörung so groß. Diesen Blödsinn vom Meischi brauch ich wie einen Kropf im Hals.“ (27. September 2009)
„Sehr geehrter Herr Minister - schreibt die Dame noch. Sie sind für diese abscheuliche Neidgesellschaft zu jung als Finanzminister gewesen, zu intelligent, zu gut ausgebildet, aus zu gutem wohlhabenden Haus, zu schön und was für alles der Punkt auf dem i ist, auch noch mit einer schönen und reichen Frau verheiratet. So viel Glück darf ein einzelner Mensch einfach nicht haben, da muss man etwas dagegen tun.“ - (Grasser liest am 30. Jänner 2011 einen Fanbrief an ihn vor)
„Ich bin irgendwie sprachlos bei den Dingen, die du mir sagst. Dass das Land so korrupt ist und so beschissen funktioniert und so politisch gelenkt ist, macht mich wirklich sprachlos“. - (Grasser, nachdem Trauzeuge Walter Meischberger am abgehörten Telefon über das angebliche Angebot eines Staatspolizisten referiert, gegen 5.000 Euro Einblick ins Buwog-Verfahren zu verschaffen) - „Viel Geld ist es nicht“ - (Meischberger)
„KHG - Ihr bekommt mich nie“ - (Grasser wird im U-Ausschuss am 8. Mai 2012 nach Entwürfen zu Buchtiteln gefragt, die bei einer Hausdurchsuchung gefunden wurden)
„Ich habe diese Zahl niemandem weitergegeben“ (Grasser im U-Ausschuss am 8. Mai 2012 zu Vorwürfen, er habe das Gebot der CA Immo, 960 Mio. Euro, für die Bundeswohnungen der Immofinanz gegen eine Millionenzahlung zukommen lassen).
„Wenn man sachlich entscheidet, dann kann ich nicht angeklagt werden.“ ...“Mein einziger Wunsch ist, dass diese Menschenjagd irgendwann einmal endlich zu Ende geht.“ (8. Mai 2012 )
„Ich sehe mich als Opfer der Staatsanwaltschaft.“ (30. September 2015)
„Ein faires Verfahren, wo ein Richter und Schöffen sich völlig unbefangen, unvoreingenommen und unparteilich mit der Frage auseinandersetzen sollen, ist aus meiner Sicht gar nicht mehr möglich.“ (12. Februar 2016)
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