Brexit - Dt. Bundesbankchef will „zügige und besonnene“ Verhandlungen
Frankfurt/London (APA/Reuters) - Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, hat vor einem Abwertungswettlauf zur Sicherung von H...
Frankfurt/London (APA/Reuters) - Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, hat vor einem Abwertungswettlauf zur Sicherung von Handelsvorteilen nach der britischen Entscheidung für einen EU-Austritt gewarnt. „Es wäre aus meiner Sicht falsch, das Brexit-Votum nun zum Vorwand für eine aktive Wechselkurspolitik zu nehmen“, sagte Weidmann vor dem G-20-Finanzministertreffens am Wochenende.
Bei Abwertungswettläufe verlören letztlich alle. „Vor allem würde es am Ende immer schwieriger, den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik rechtzeitig und ohne gravierende Verwerfungen zu schaffen.“ Weidmann sprach sich dafür aus, „zügig mit den Austrittsverhandlungen zu beginnen und dabei besonnen zu agieren“. Er warnte ausdrücklich: „Es darf nicht darum gehen, Handelshemmnisse zu errichten, um ein Exempel zu statuieren“.
Was eine Anpassung der EZB-Ankaufbedingungen für Anleihen angeht, schloss Weidmann nicht aus, dass eine Diskussion darüber nach der Sommerpause geführt werden wird. „Neben ökonomischen Überlegungen wären in dieser Diskussion allerdings auch die Grenzen des geldpolitischen Mandats und rechtliche Schranken zu beachten“, fügte er hinzu.
~ WEB http://www.bundesbank.de
http://www.ecb.int ~ APA442 2016-07-21/16:13
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