Redeentwurf - Trump verspricht Steuersenkung und Deregulierung

Washington (APA) - Kampf gegen Steuern und Deregulierung sind offenbar auch in den USA ein gutes Wahlkampfthema. „Amerika ist eines der am h...

Washington (APA) - Kampf gegen Steuern und Deregulierung sind offenbar auch in den USA ein gutes Wahlkampfthema. „Amerika ist eines der am höchsten besteuerten Länder der Welt“, sagte der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) laut Redetext am Parteitag der Republikaner. Eine Steuersenkung und -vereinfachung werde Firmen ins Land bringen und Jobs schaffen.

„Dann werden wir die Regulierung angehen, einen der größten Jobkiller überhaupt“, so Trump. Denn „exzessive Regulierung kostet unser Land bis zu 2 Billionen Dollar (1,82 Billionen Euro) pro Jahr und wir werden das beenden“. Weiters werde er die „Beschränkungen für die Erzeugung von amerikanischer Energie aufheben“. Das werde im Laufe der nächsten vier Jahrzehnte mehr als 20 Billionen Dollar an jobschaffender wirtschaftlicher Aktivität auslösen.

Trump will „unsere schlechten Handelsabkommen in gute umwandeln“. Er werde Firmen nicht erlauben, in andere Länder zu gehen und dabei ihre Mitarbeiter zu feuern. Trump warf den Freihandelsabkommen mit Mexiko und Kanada (NAFTA) und mit der Pazifikregion (TPP) vor, die Industriebasis des Landes zu zerstören. TTIP erwähnte er nicht. „Ich werde kein Handelsabkommen unterzeichnen, das unsere Freiheit verringert“. Statt dessen wolle er mit einzelnen Ländern individuelle Freihandelsabkommen aushandeln. „Unsere schrecklichen Abkommen mit China und anderen werden völlig neu verhandelt.“ Auch NAFTA wolle er neu verhandeln. „Wir werden nicht länger diesen massiven Abkommen mit vielen Ländern zustimmen, die tausende Seiten lang sind - und die ohnehin in unserem Land keiner liest oder versteht.“

Der neue Reichtum werde die Lebensqualität aller Amerikaner erhöhen. „Wir werden die Straßen, Autobahnen, Brücken, Tunnel, Flughäfen und Eisenbahnen der Zukunft bauen. Das wird Millionen zusätzliche Jobs schaffen.“

Die Einkommen der Haushalte seien seit dem Jahr 2000 um 4.000 Dollar (3.600 Euro) gefallen, kritisierte Trump. Nun müsse „Amerika zuerst“ gelten. „Amerikanismus, nicht Globalismus, wird unser Credo sein.“ „Die Probleme die wir heute haben - Armut und Gewalt daheim, Krieg und Zerstörung im Ausland - werden nur anhalten, solange wir auf die gleichen Politiker vertrauen wie bisher“.