FC Wacker will mit Dominanz das große Ziel Aufstieg realisieren
Der selbst ernannte Meisterkandidat FC Wacker startet heute ab 18.30 Uhr im Tivoli gegen den FAC in die neue Saison der Sky Go Erste Liga.
Von Wolfgang Müller
Innsbruck – „Auftaktspiele sind etwas Spezielles“, philosophierte Maurizio Jacobacci gestern nach dem Abschlusstraining und meinte damit, dass man auf alles gefasst sein muss und vor allem alles das abrufen sollte, was man sich in der Vorbereitung hart erarbeitet hat. Die Pokalpleite in Mannsdorf hat der neue Wacker-Coach unter dem Kapitel lehrreicher Tiefschlag abgehakt, für das heutige Auftaktspiel der Erste-Liga-Saison 2016
17 sind drei Punkte Pflicht. Schließlich trifft der selbst ernannte Aufstiegskandidat vor eigenem Anhang auf einen vermeintlichen Außenseiter. Der Floridsdorfer AC kommt mit einer völlig neu formierten Mannschaft und drei Ex-Wacker-Profis – Christian Deutschmann, Thomas Hirschhofer und Marco Sahanek – ins Tivoli. „Ein Team, das sich erst finden muss. Wir sind gewarnt, haben sie beobachtet“, so Jacobacci, der zugibt, dass er mit dem Namen FAC vor wenigen Monaten noch überhaupt nichts anfangen hätte können.
Was wird bzw. soll anders sein beim FC Wacker gegenüber der vergangenen Saison? „Die Spielphilosophie hat sich grundlegend geändert“, erklärt Jacobacci und meint damit kurz und bündig: „Dominant auftreten.“ Heißt hoch angreifen bzw. anpressen, den Gegner früh zu Fehlern zwingen und so nicht zur Entfaltung kommen lassen. „Dominant heißt für mich auch defensiv stabil sein, denn das ist die Grundlage, und den Rhythmus den Spielgegebenheiten anpassen.“ Kapitän Alex Hauser kann sich damit gut anfreunden: „Wenn man etwas erreichen will, muss man entsprechend selbstbewusst und dominant auftreten.“
Sky Go Erste Liga, 1. Spieltag
FC Wacker – FAC Freitag, 18.30 Uhr
BW Linz – WSG Wattens Freitag, 18.30 Uhr
Kapfenberg – Wiener Neustadt Freitag, 18.30 Uhr
FC Liefering – SV Horn Freitag, 18.30 Uhr
Austria Lustenau – LASK Freitag, 20.30 Uhr (live ORF Sport Plus)
Klingt alles gut, ob es auch umgesetzt werden kann, wird sich weisen. Der FC Wacker muss jedenfalls mit Schwung aus den Startlöchern kommen, denn im Aufstiegskampf wird man sich keine gröberen Einbrüche leisten können. Mit dem Druck des selbst ernannten Meisterkandidaten kann einer ganz gut leben, der im schwarzgrünen Dress schon andere Zeiten erlebt hat. „Ich spiele lieber um den Aufstieg, denn das ist ein positiver Druck, der zusätzlichen Auftrieb verleihen sollte“, schmunzelt Hauser, der sich mit Schaudern an die Situation 2015 erinnert: „Das war Existenzkampf pur.“
Hinter der Wacker-Aufstellung, die sich gegenüber dem Auftritt in Mannsdorf nicht gravierend ändern soll, stehen noch einige Fragezeichen. Wer im Tor steht, entscheidet sich heute. Pascal Grünwald leidet noch an einer Rippenverletzung. Michael Schimpelsberger war die letzten Tage krank, Alex Riemann angeschlagen, Patrik Eler kommt nur als Joker zum Einsatz. Simon Pirkl wäre nach seinem Einsatz bei der U19-EM eine Option.
Kommentare