Mitnaschen an den Festspielen: Die Bildende Kunst in Salzburg
Salzburg (APA) - Rund um die Salzburger Festspiele - den kulturellen Leitbetrieb des Bundeslandes - gruppiert sich die Bildende Kunst. So gu...
Salzburg (APA) - Rund um die Salzburger Festspiele - den kulturellen Leitbetrieb des Bundeslandes - gruppiert sich die Bildende Kunst. So gut wie jede Galerie und jedes Museum präsentiert zeitnahe zum Festival-Start neue Ausstellungen. Im Focus der Erwartungen steht die Ausstellung „Anti : Modern“ im Salzburger Museum der Moderne (MdM) sowie die Künstler Arnulf Rainer und Tony Cragg in der Galerie Ropac.
Die Schau „Anti : Modern“ im MdM leitet sich aus dem Jubiläum „200 Jahre Salzburg bei Österreich“ ab und beleuchtet die künstlerischen Positionen des Landes Salzburg zwischen weltoffenen, modernen beziehungsweise antimodernen und restriktiven Lebens- und Kunstkonzepten. Die Ausstellung wird morgen, Samstag, im Haupthaus auf dem Mönchsberg eröffnet und läuft bis zum 6. November. Das Stammhaus Rupertinum wird nach mehrmonatiger Umbaupause mit der Ausstellung „Bildwitz und Zeitkritik“ wiedereröffnet. Zu sehen sein werden Werke von Francisco de Goya bis George Grosz (Eröffnung: 29. Juli).
Österreichs prominentester Galerist - Thaddaeus Ropac - widmet sich ab 30. Juli „seinen“ Künstlern Arnulf Rainer und Tony Cragg. „Early Works“ heißt die Verkaufspräsentation in der Kastvilla am Mirabellplatz, in der es um Rainers surreal-gestische Übermalungen „zwischen Aggression und Therapie, Zerstörung und Korrektur“ (Pressetext) geht. Sämtliche der überwiegend in grellen Rot-Tönen gehaltenen Werke von Arnulf Rainer stammen aus den Jahren 1949 bis 1960. In der Ropac-Kunsthalle in der Vilniusstraße stehen die raumgreifend angelegten Holz-, Stahl- und Bronze-Skulpturen des „Materialisten“ Tony Cragg zum Verkauf.
Das Salzburger Dom Quartier präsentiert Neues an zwei Standorten des Rundgangs, und zwar „Menschenbilder und Götterwelten“ ab 29. Juli in der Residenzgalerie sowie „Sprünge in der Wahrnehmung“ mit Werken von Marcel Odenbach in den Räumen des Dommuseums. Der 63-jährige deutsche Videokünstler integriert die historischen Schauvitrinen in seine medialen Installationen (ab 23. Juli). Odenbach war noch nie in Salzburg ausgestellt. Bei der Sonderschau „Menschenbilder und Götterwelten“ (ab 30. Juli) werden herausragende und sehr selten auf Reisen geschickte Exponate überwiegend aus der Sammlung von Alois (von und zu) Liechtenstein präsentiert. Die bedeutendsten Werke dieser Ausstellung stammen von den Niederländern Peter Paul Rubens, Rembrandt und Frans Hals. Ergänzt wird „Menschenbilder und Götterwelten“ mit Klassikern aus der Sammlung der Residenzgalerie und der österreichischen Private Art Collection.
„Salzburg aus der Sicht von Flüchtlingen“ ist das Konzept der Galerie Fotohof für „Arrivals“, eine Ausstellung mit Werken von zwölf Asylwerbern in der Säulenhalle der Stadtgalerie im Rathaus (ab 22. Juli), und der Kunstverein beschäftigt sich ebenfalls ab heute mit Trugbildern, Fantasien und Begehren. Die Ausstellung mit dem Titel „The peoples cinema“ besteht aus Experimentalfilmen und Clips aus digitalen Medien von über 60 Teilnehmern. Im ORF Landesstudio werden Zeichnungen des Karikaturisten Thomas Wizany gezeigt, die in den vergangenen 30 Jahren für die Salzburger Nachrichten entstanden sind - die Ausstellung läuft seit Mittwoch.
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