Bund einigt sich mit Vorarlberg auf 400 Millionen Euro-Bahnpaket

Wien/Bregenz (APA) - Das Verkehrsministerium und das Land Vorarlberg haben sich am Freitag auf ein Bahnpaket mit einem Volumen von 400 Mio. ...

Wien/Bregenz (APA) - Das Verkehrsministerium und das Land Vorarlberg haben sich am Freitag auf ein Bahnpaket mit einem Volumen von 400 Mio. Euro geeinigt. Verkehrsminister Jörg Leichtfried (SPÖ) und der Vorarlberger Mobilitätslandesrat Johannes Rauch (Grüne) unterzeichneten einen Vertrag, dem zufolge das Bahnangebot in Vorarlberg ab 2019 weiter ausgebaut wird und 21 neue Züge für den Nahverkehr angeschafft werden.

Das Paket umfasst einerseits eine Verdichtung des Takts, so wird künftig der Regional-Express zwischen Bludenz und Bregenz im Stundentakt bis 20.00 Uhr verkehren. Andererseits wird aber auch eine für den Personenverkehr neue Strecke erschlossen, nämlich eine S-Bahn-Direktverbindung zwischen Lustenau und Dornbirn. Auch diese wird in der Pendlerzeit im stündlichen Intervall geführt.

Kern der Vereinbarung - so Leichtfried und Rauch in einer gemeinsamen Pressekonferenz in Wien - wird aber die Anschaffung von 21 Zügen mit barrierefreien Zugängen, Klimaanlage, WLAN und Fahrradabstellplätzen sein. Diese bieten rund 2.000 Sitzplätze, wodurch die Transportkapazität um über 40 Prozent steigt.

Erstmals bestellen Verkehrsministerium und Land Vorarlberg die Leistungen im Schienenpersonenverkehr gemeinsam, umgesetzt werden sie von den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). „Wir schaffen ein gemeinsames Angebot, das auf die Wünsche der Vorarlberger Bahnfahrer punktgenau zugeschnitten ist“, betonte Leichtfried.

Rauch wies darauf hin, dass Vorarlberg sich auf den Weg zu einer neuen Mobilitätskultur mache - weg von der starken Konzentration auf das Auto hin zu öffentlicher Mobilität. 65.000 Vorarlberger hätten eine gültige Jahreskarte, das sind 17 Prozent der Bevölkerung. Die Zahl der Bahnfahrgäste hat sich in Vorarlberg seit 2007 auf 12,3 Millionen Fahrgäste im vergangenen Jahr beinahe verdoppelt. Vorarlbergs Beiträge für die Verkehrsdienste der ÖBB werden von etwa 9 Mio. Euro im heurigen Jahr auf 12 Mio. Euro (2019) bzw. 13 Mio. Euro (2021) ansteigen.