Deutschland distanziert sich indirekt von Trump-Aussagen zur NATO
Berlin/Washington (APA/dpa) - Die deutsche Regierung hat sich indirekt von Aussagen des US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump zu möglic...
Berlin/Washington (APA/dpa) - Die deutsche Regierung hat sich indirekt von Aussagen des US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump zu möglichen Einschränkungen der NATO-Solidarität distanziert. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Freitag in Berlin: „Ganz grundsätzlich bekennt sich die Bundesregierung zu Artikel 5 des NATO-Vertrages. Das ist das zentrale Versprechen der Bündnissolidarität, das uns verbindet.“
„Die kollektive Verteidigung nach Artikel 5 ist und bleibt die Hauptaufgabe der NATO“, sagte Seibert. Das sei auch gerade nochmals beim NATO-Gipfel in Warschau vor zwei Wochen hervorgehoben worden.
Der Republikaner Trump hatte der „New York Times“ gesagt, würde er Präsident, würde er den Beistand der USA etwa im Falle eines Angriffes von Russland auf die baltischen Staaten davon abhängig machen, ob diese ihre Verpflichtungen gegenüber Washington erfüllt hätten.
Die an Russland grenzenden Staaten sorgen sich seit der Annexion der Halbinsel Krim durch Moskau um ihre Sicherheit. Estland, Lettland und Litauen sind seit 2004 NATO-Mitglieder. Sie reagierten mit Unverständnis auf Trumps Äußerungen.
~ WEB http://www.nato.int/ ~ APA348 2016-07-22/14:40
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