Olympia: Russlands Präsident Putin: „Kein Platz für Doping im Sport“
Moskau (APA) - Russlands Staatspräsident Wladimir Putin hat sich am Freitag bei einem Ministertreffen in Moskau dezidiert gegen Doping ausge...
Moskau (APA) - Russlands Staatspräsident Wladimir Putin hat sich am Freitag bei einem Ministertreffen in Moskau dezidiert gegen Doping ausgesprochen. „Die offizielle Position Russlands, der Regierung und des Präsidenten, von uns allen ist, dass es für Doping keinen Platz im Sport geben darf“, betonte Putin.
Gleichzeitig forderte der 63-Jährige, dass eine unabhängige Kommission mit in- und ausländischen Experten sich der massiven Probleme im russischen Anti-Doping-System annehmen solle. Diesem Gremium soll Witali Smirnow, seit 1971 Mitglied im Internationalen Olympischen Komitee (IOC), vorstehen. Smirnow sei der ideale Mann dafür, weil der 66-jährige Russe ein Mann „ohne Flecken, mit absolut einwandfreiem Ruf und vertrauenswürdig“ sei sowie „von der olympischen Familie respektiert“ werde, erklärte Putin.
Am vergangenen Montag war von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) ein Bericht vorgestellt worden, laut dem in Russland seit 2011 Staatsdoping betrieben worden ist. Mindestens 643 positive Dopingproben sollen in den vergangenen Jahren „verschwunden“ sein.
Bereits im November des Vorjahres waren die russischen Leichtathleten wegen eines massiven Dopingskandals für internationale Wettkämpfe gesperrt worden. Diese vom Internationalen Leichtathletik-Verband (IAAF) verhängte Sperre ist am Donnerstag vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS) bestätigt worden. Damit dürfen keine Leichtathleten unter russischer Flagge bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) antreten.
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