Frankfurter Börse

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Nach seinem jüngsten Aufschwung hat der DAX zum Wochenschluss seinen Elan eingebüßt. Auf ein minimales Plu...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Nach seinem jüngsten Aufschwung hat der DAX zum Wochenschluss seinen Elan eingebüßt. Auf ein minimales Plus am Vortag folgte am Freitag ein minimales Minus von 0,09 Prozent auf 10.147,46 Punkte. Damit hat der deutsche Leitindex im Wochenverlauf aber immer noch um 0,8 Prozent zugelegt.

Der Index der mittelgroßen Werte MDAX gewann zum Wochenschluss 0,13 Prozent auf 20.809,93 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDAX ging es um 0,44 Prozent auf 1.674,98 Punkte nach oben.

Marktbeobachter Christian Henke vom Broker IG Markets sprach von einem „eher lustlosen Handel nach einer recht erfolgreichen Börsenwoche“. Potenzielle Käufer warteten nach der Erholungsrally vom Brexit-Schock auf kleinere Rückschläge, vermutete Konstantin Oldenburger von CMC Markets. Da sich zugleich auch die Gewinnmitnahmen in Grenzen gehalten hätten, habe es kaum Bewegung im DAX gegeben.

Positive Nachrichten kamen zum Wochenschluss von der Konjunkturseite. Die Unternehmensstimmung im Euroraum hatte sich im Juli ungeachtet der britischen Entscheidung zum EU-Austritt weniger eingetrübt als befürchtet. Zudem signalisiert der Indikator trotz des Rückgangs weiterhin Wirtschaftswachstum.

Die Aktien der Deutschen Telekom zählten mit einem Plus von 0,82 Prozent zu den DAX-Favoriten und profitierten von einer guten Branchenstimmung. Auslöser war, dass der britische Konkurrent Vodafone dank einer leichten Erholung in Europa zu Beginn seines Geschäftsjahres besser abgeschnitten hatte als gedacht.

Im MDAX knüpften die Anteilsscheine von Leoni mit plus 2,73 Prozent an ihre Vortagesgewinne an. Der Autozulieferer hatte am Donnerstag mit seinen Eckzahlen zum zweiten Quartal überzeugt. Nun äußerten sich Analysten positiv.

Derweil schockte der im März in den SDAX abgestiegene Autozulieferer ElringKlinger die Anleger mit einer weiteren Gewinnwarnung. Die Auftragsflut macht dem Unternehmen immer noch zu schaffen und sorgt für hohe Extra-Kosten. Die Aktien rauschten zeitweise auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren und beendeten den Handel mit minus 13,23 Prozent. Mit der abermaligen Warnung, der dritten seit 2015, habe das Unternehmen weiteres Vertrauen verspielt, sagte ein Händler.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA507 2016-07-22/19:00