Beobachter: Fast 1.000 Zivilisten bei Kämpfen in Aleppo getötet
Damaskus (APA/dpa) - Mindestens 955 Zivilisten sind bei den heftigen Gefechten in der nordsyrischen Metropole Aleppo nach Angaben von Mensch...
Damaskus (APA/dpa) - Mindestens 955 Zivilisten sind bei den heftigen Gefechten in der nordsyrischen Metropole Aleppo nach Angaben von Menschenrechtsbeobachtern in den vergangenen drei Monaten getötet worden. Darunter seien mehr als 200 Kinder, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Freitag mit.
Mitte April waren die Kämpfe zwischen den Regierungstruppen von Präsident Bashar al-Assad und verschiedenen Rebellenmilizen eskaliert.
Nach den Angaben der Beobachter starben 563 Menschen bei Luftangriffen und Bombardierungen der syrischen Armee und ihrer Verbündeten, 356 Zivilisten starben durch Rebellen-Angriffe. Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Netz von Informanten in Syrien. Ihre Angaben können von unabhängiger Seite kaum überprüft werden.
Das frühere Wirtschaftszentrum Aleppo ist geteilt. Der Westen der Stadt wird von der Assad-Regierung kontrolliert, im Osten halten Rebellen einige Stadtviertel. Vor kurzem übernahmen Regierungstruppen die Kontrolle über die letzte verbliebene Nachschubroute in die Rebellenviertel. Human Rights Watch rief die syrische Führung am Freitag dazu auf, Hilfslieferungen in die abgeriegelten Gebiete zuzulassen. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen leben zwischen 250.000 und 300.000 Menschen in den östlichen Stadtteilen.
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