Großglockner-Ultratrail: Hand in Hand durchs Ziel gelaufen
Der Großglockner-Ultratrail in Kals wurde mit einem österreichischen Doppelsieg von Gerald Fister und Florian Grasel und einem Streckenrekord gekrönt. Den Damensieg holte sich Schwedin Kristin Berglund.
Von Catharina Oblasser
Kals –Ein Fest für Extremsportler und solche, die es ein wenig gemütlicher wollen: Das war das Wochenende in Kals, an dem vier verschiedene Wettbewerbe auf dem Programm standen. Königsdisziplin war der Großglockner-Ultratrail.
Beim Weg rund um den höchsten Berg Österreichs galt es 110 Kilometer und 6500 Höhenmeter zu überwinden. Die beiden Schnellsten Gerald Fister (Kärnten) und Florian Grasel (Niederösterreich) feierten nicht nur einen gemeinsamen Sieg, sondern auch neue Streckenbestzeit. Sie brauchten 15 Stunden, 13 Minuten und 36 Sekunden. Zum Vergleich: Letztes Jahr lag die Siegerzeit bei über 16 Stunden. „Wir waren gleich stark“, berichtet Gerald Fister. „Gemeinsam zu gewinnen macht doppelte Freude.“ Florian Grasel spricht von einem einmaligen Erlebnis und einem fantastischen Rennen. Die Damenwertung gewann die Schwedin Kristin Berglund, die als Favoritin galt. Ihre Zeit: 18 Stunden, 43 Minuten und 07 Sekunden. Erstmals boten die Veranstalter den Ultratrail auch als Zweierstaffel-Bewerb an. Den Sieg holten sich Martin Gansterer und Markus Glantschnig.
Aufgrund der Witterung hatte die Streckenführung im Vergleich zum Vorjahr angepasst werden müssen. „Wir haben das Feedback der Teilnehmer ernstgenommen“, sagt Organisator Hubert Resch. So wurde der Trail im Bereich Kals und im Abschnitt Ru- dolfshütte-Kaprun geändert.
Der kleinere Bruder des Ultratrails ist der Glocknertrail (55 Kilometer, 2500 Höhenmeter). Die ersten Plätze holten sich Markus Stock und Sandra Koblmüller, beide aus Österreich. Der vierte Bewerb, der Gletscherwelt Trail (30 Kilometer, 1000 Höhenmeter) endete mit den Siegen des Tschechen Jan Mrazek und der Österreicherin Johanna Erhart.
Resch ist mit dem Glockner-Event 2016 mehr als zufrieden. Mit 727 Teilnehmern hat er heuer doppelt so viele Sportler angezogen wie letztes Jahr. Die Läufer kamen aus 31 Nationen, darunter aus Japan, Hongkong und El Salvador. Besonders froh ist Resch, dass es keine Verletzungen gab. Rund 250 Streckenposten von der Bergrettung und über 50 freiwillige Helfer trugen dazu bei.
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