TVB stellt Zuschuss fü Oberperfus in Aussicht
In Oberperfuss soll die Kurtaxe erhöht und für den geplanten Liftausbau am Rangger Köpfl zweckgewidmet werden.
Oberperfuss –Die von der Gemeinde und den Bergbahnen Oberperfuss geplante Erneuerung der mittleren Liftsektion am Rangger Köpfl beschäftigte den Tourismusverband Innsbruck und seine Feriendörfer in dessen jüngster Aufsichtsratssitzung: Ein Beschluss war dabei laut TVB-Obmann Karl Gostner noch nicht vorgesehen, dem Aufsichtsrat wurden aber Eckpunkte für eine mögliche Lösung präsentiert – und von diesem „wohlwollend zur Kenntnis genommen“:
Prinzipiell, so Gostner, sehe es der Tourismusverband als seine Aufgabe, Gemeinde und Bergbahnen beim Marketing zu unterstützen. Nun aber würden die Oberperfer Vermieter den Antrag stellen, die Kurtaxe – ausschließlich in Oberperfuss – von einem auf zwei Euro zu erhöhen. Dieser Mehrertrag solle langfristig für die Lifterweiterung zweckgewidmet werden. „Den Vermietern ist das Projekt also so wichtig, dass sie dafür eine Abgabenerhöhung in Kauf nehmen“, berichtet Gostner. Zudem hätten die Beherberger in Oberperfuss zugesagt, dass sie, wenn die zweite Liftsektion gebaut wird, in neue Hotelprojekte bzw. Erweiterungen investieren wollen, die zusätzlich rund 100 Betten bringen sollen. Dadurch sei die touristische Relevanz natürlich sehr wohl gegeben, so Gostner: „Wenn das kommt, beteiligt sich der Tourismusverband am Liftausbau mit einem Investitionszuschuss von 20.000 Euro jährlich auf zehn Jahre.“ Diese Vereinbarung sei nun noch in rechtsgültige Form zu gießen und vom Aufsichtsrat zu beschließen, vorbereitend für die TVB-Vollversammlung.
Jede Veränderung der Kurtaxe muss ohnehin von der Vollversammlung beschlossen und dann von der Landesregierung – wenn diese dem Vorschlag Rechnung trägt – mittels Verordnung umgesetzt werden, erklärt Gerhard Föger, Leiter der Tourismusabteilung beim Land. Eine gebietsmäßige Staffelung der Kurtaxe, wie für Oberperfuss geplant, sei laut Aufenthaltsabgabengesetz möglich, stellt Föger klar.
Die Oberperfer Bürgermeisterin Johanna Obojes-Rubatscher war gestern nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. (md)