Dutzende Tote bei Anschlag vor pakistanischer Klinik befürchtet
Islamabad (APA/dpa/AFP/Reuters) - Nach einem Bombenanschlag vor einer Klinik in der südwestpakistanischen Stadt Quetta werden dutzende Todes...
Islamabad (APA/dpa/AFP/Reuters) - Nach einem Bombenanschlag vor einer Klinik in der südwestpakistanischen Stadt Quetta werden dutzende Todesopfer befürchtet. Ein Arzt des Krankenhauses sprach am Montag von 25 bis 30 Toten. „Wir sind aber immer noch nicht sicher - wir zählen die Opfer noch“, sagte er. Ein örtlicher Behördenvertreter meldete ebenfalls mehr als 20 Todesopfer, darunter zwei Kameraleute.
Ein Polizeivertreter sagte, mindestens 40 weitere Menschen seien verletzt worden. Der Innenminister der Provinz Balochistan, Akbar Harifal, hatte zuvor von fünf Toten und 30 Verletzten gesprochen. Bilder des Anschlagsorts zeigten zahlreiche auf dem Boden liegende Leichen in Blutlachen. Viele der Toten schienen Anzüge und Krawatten zu tragen.
Der Anschlag hatte eine vor der Klinik versammelte Gruppe von Anwälten und Polizisten getroffen. Sie waren dort zusammengekommen, nachdem in der Früh der Chef der Rechtsanwälte-Vereinigung der Provinz Baluchistan, Bilal Anwar Kasi, erschossen worden war.
Baluchistan ist eine der unsichersten Provinzen Pakistans. Trotz verstärkter Militäroffensiven ist dort eine Vielzahl militanter Gruppen aktiv. Dazu zählen sunnitische Extremistengruppen, die regelmäßig Schiiten angreifen, aber auch Talibangruppen, die vor allem den Staat angreifen.
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