Lösung für Wanderer am Gaisberg gefunden
Seit 2015 sind die beiden Wanderwege am Gaisberg gesperrt. Der Tourismusverband lässt nun eine Steinschlaggalerie errichten.
Von Harald Angerer
Kirchberg –Nichts geht mehr, heißt es seit April 2015 für Wanderer am Gaisberg in Kirchberg. Ein Hangrutsch bedroht seit damals die zwei Wanderwege Richtung Bärstättalm und Harlassanger. Für den Tourismusverband eine sehr schwierige Situation. „Diese beiden Wanderwege am Gaisberg sind für uns sehr wichtig, da sie extrem gut frequentiert sind“, schildert TVB-Ortsstellenleiter Christoph Stöckl.
Dementsprechend fieberhaft wurde an einer Lösung für das Problem gearbeitet. Denn auch nach mehreren Begehungen haben die Landesgeologen den Abschnitt nicht mehr freigegeben. Es droht Steinschlag. „Der Hangrutsch selbst hat sich allerdings gesetzt“, berichtet Stöckl. Inzwischen wurde als Notlösung der so genannte „Jägersteig“, ein spezieller Weg für die Jagd, für die Wanderer freigegeben. „Der ist aber sehr anspruchsvoll und nicht für alle Gäste geeignet“, sagt Stöckl.
Eine Idee war es, den betroffenen Bereich mittels Hängebrücke zu überspannen. Diese wäre beim oberen der beiden Wege vorgesehen gewesen und hätte eine Spannweite von 40 Metern gehabt. „Aber auch hier trauen sich nicht alle Gäste drüber und der Gaisberg-Wanderweg soll wirklich für alle begehbar sein“, schildert Stöckl. So kam man auf die Idee, beim unteren der Wanderwege eine Galerie zu errichten. Auf einer Länge von 15 bis 20 Metern soll sie die Wanderer schützen. Es bestehe im Hang ein labiles Gleichgewicht, daher droht vor allem Steinschlag, „weil die Steine aus dem Boden gerückt werden“, schildert Stöckl.
Auch ein 80 Meter langes und fünf Meter hohes Steinfangnetz war angedacht, doch der Bereich ist im Winter lawinengefährlich, das Netz hätte im Herbst abgespannt und im Sommer wieder aufgebaut werden müssen, „die Lösung mit der Galerie ist hier nachhaltiger“, erklärt Stöckl. Auch mit den Grundbesitzern, der Agragemeinschaft Bärstättalm, konnte man sich bezüglich der Vorgangsweise einigen. Erst am Wochenende haben sie bei einer Sitzung grünes Licht gegeben.
Nun gilt es das Projekt so rasch als möglich bei der Bezirkshauptmannschaft einzureichen. Stöckl hofft, dass dann noch im Herbst die Bauarbeiten durchgeführt werden können. Die Kosten werden nach einer Schätzung mit 150.000 Euro beziffert, hier soll es auch noch Gespräche mit der Gemeinde Kirchberg und der Bergbahn Kitzbühel über eine mögliche Kostenbeteiligung geben.
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