Motorrad: Anreise zur MotoGP in Spielberg wird zur Geduldsprobe

Spielberg (APA) - Während im obersteirischen Spielberg die Vorbereitungen für die MotoGP laufen, grübeln Verkehrsexperten über die besten Au...

Spielberg (APA) - Während im obersteirischen Spielberg die Vorbereitungen für die MotoGP laufen, grübeln Verkehrsexperten über die besten Ausweichrouten für den gesperrten Gleinalmtunnel. Asfinag-Geschäftsführer Rainer Kienreich schilderte im APA-Gespräch, dass die Baustelle am Knoten Bruck an der Mur in der Nacht auf Dienstag weiter entschärft wird. Dennoch seien alternative Wege zu empfehlen.

Vorweg appellierte das Projekt Spielberg, auf die Anreise mit privaten Pkw zu verzichten und stattdessen öffentliche Verkehrsmittel, Shuttle-Busse oder das Rad zu verwenden. Über 200.000 Besucher werden am Rennwochenende erwartet, Staus sind auch ohne die unerwartete Sperre des Gleinalmtunnels zu befürchten.

Wer dennoch mit dem Auto anreist, muss sich auf längere Wartezeiten bei den Zufahrten, aber auch auf den Autobahnen und bei Knotenpunkten einstellen. Für Gäste aus Nordosten und Nordwesten ändert sich wenig. Sie können wir bisher über die Pyhrnautobahn (A9) und Liezen zum Knoten St. Michael und von dort auf die Murtal Schnellstraße (S36) zum Red Bull Ring. Gibt es vor dem Knoten St. Michael schon Stau, ist auch die Anreise über die Triebener Straße (L114) möglich. Wer aus Wien kommt, kann wie bisher über die Semmering Schnellstraße (S6) und die S36 nach Spielberg, sollte aber am Knoten Bruck weitgehend ohne Probleme durchkommen.

Für Besucher aus dem Raum Graz wird es dagegen herausfordernder: Sie können nicht über die A9 und durch den Gleinalmtunnel, denn der ist seit vergangener Woche nach einem Brand wegen Reparaturarbeiten gesperrt. Die klassische Ausweichroute ist über die S35, die Brucker Schnellstraße, die am Knoten Bruck in die S6 mündet. Die Rampe von der S35 auf die S6 ist jedoch wegen Bauarbeiten nur erschwert passierbar. Der Asphalt wurde abgetragen. Lkw wurden umgeleitet und am vergangenen Wochenende gab es bereits Stau vor dem Knoten, da viele Urlauber unterwegs waren.

Kienreich kündigte an, dass in der Nacht auf Dienstag ab 19.00 Uhr die Rampe komplett gesperrt, adaptiert und die Baustelle noch weiter rückgebaut wird. Ab Dienstagfrüh sollen auch Lkw durchfahren können und müssen nicht wie bisher händisch von der Polizei und der Asfinag herausgewunken werden, um über eine Umleitung zu fahren. Das hatte am vergangenen Wochenende für Verwirrung bei den Verkehrsteilnehmern gesorgt.

Wer den Knoten Bruck und auch den Knoten St. Michael meiden möchte, kann von Graz kommend über die Pack und die Obdacher Straße (B78) oder die Gaberl Straße (B77) fahren. Das Gaberl sei aber wegen der kurvenreichen Straße sowie der Steigung und dem Gefälle eher für ortskundige Verkehrsteilnehmer empfohlen, die ohne Anhänger unterwegs sind. Gäste, die aus dem Südburgenland oder Ungarn kommen, riet Kienreich nicht über Graz, sondern von Ilz aus über den Knoten Seebenstein in Niederösterreich und die S6 zu fahren.

Der Asfinag-Geschäftsführer appellierte an alle Reisenden, noch mehr Aufmerksamkeit auf den Verkehr zu legen. Besonders ausländische Gäste könnten durch verwirrende Navigations-Angaben und Ortsunkenntnis langsamer unterwegs sein. Auf sie soll noch mehr Rücksicht genommen werden.

(Grafik 0891-16, Format 88 x 94 mm)