Pinienwald auf La Palma wird sich laut Experte von Feuer erholen

Santa Cruz de La Palma (APA/dpa) - Der von dem verheerenden Brand auf der Kanaren-Insel La Palma zerstörte Pinienwald dürfte sich nach Meinu...

Santa Cruz de La Palma (APA/dpa) - Der von dem verheerenden Brand auf der Kanaren-Insel La Palma zerstörte Pinienwald dürfte sich nach Meinung von Experten wieder erholen. Bei den verbrannten Bäumen handle es sich überwiegend um Kanarische Kiefern, die seit Tausenden Jahren trotz schwerer Brände ihren Bestand in der Region gesichert hätten, zitierte die spanische Nachrichtenagentur EFE am Montag den Biologen Francisco Govantes.

Jedoch sei die Vegetation in einigen Gebieten völlig abgebrannt, so dass die Natur dort „wieder bei Null beginnen“ müsse. Insgesamt waren seit vergangenem Mittwoch Medienberichten zufolge mehr als 4.500 Hektar Wald verbrannt. Ein Deutscher hatte zuvor im Freien seine Notdurft verrichtet und danach das Toilettenpapier angezündet. Er sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft.

Während die Nadelstreu der Kanaren-Kiefern (Pinus canariensis) die Ausbreitung von Flammen einerseits anfacht, können vor allem ältere Bäume ein Feuer auch ohne größere Schäden überstehen. Aus ihren Ästen und Stämmen wachsen zudem schnell neue Triebe.

Am Montag teilten die Einsatzkräfte mit, das Feuer sei größtenteils unter Kontrolle. Hunderte zuvor in Sicherheit gebrachte Anrainer konnten in ihre Häuser zurückkehren.