Schweinskopf al dente: „Wir machen keinen Klamauk“

Pasching (APA) - Die Susi ist nicht dabei, die ist mit einem Pizzabäcker an den Gardasee durchgebrannt. Statt seiner On-Off-Freundin hat Dor...

Pasching (APA) - Die Susi ist nicht dabei, die ist mit einem Pizzabäcker an den Gardasee durchgebrannt. Statt seiner On-Off-Freundin hat Dorfpolizist Franz Eberhofer Montagabend ins Hollywood Megaplex in Pasching Privatdetektiv Rudi Birkenberger mitgenommen. Die Hauptdarsteller Sebastian Bezzel (Eberhofer) und Simon Schwarz (Birkenberger) touren für ihren neuesten Fall „Schweinskopf al dente“ durch Österreich.

Den Eberhofer würde Bezzel aber nicht als Polizist sondern als „Sheriff“ bezeichnen, der mit seinem Spezl durch eine schwarze Komödie stolpert. „Wir machen keinen Klamauk“, betont Schwarz. Man könne sich in „‘Schweinskopf‘ keinesfalls ständig auf die Schenkel klopfen“. Und den beiden Schauspielern ist nichts mehr verhasst „als deutsche Comedians, die ständig über sich selber lachen“.

Der jüngste Kinofilm nach Vorlage der Bestsellerautorin Rita Falk soll auch keineswegs nur Komödie sondern zugleich auch Heimatfilm sein - auf gar keinen Fall aber ein Krimi a la Tatort, von dem Bezzel alias Kommissar Kai Perlmann 27 Folgen gedreht hat. „Durch die Globalisierung sehnen sich immer mehr Leute nach Regionalität“, erklärt er den derzeitigen Erfolg von Provinzserien. Wo diese Provinz liegt, in Bayern, seiner Heimat, oder in Norddeutschland, in Österreich, der Heimat von Schwarz, oder in Frankreich spiele keine Rolle. Eberhofer und Birkenberger verstehen die beiden Schauspieler als „Archetypen“. Daher kämen die Filme über den bayerischen Dorfpolizisten auch in Hamburg gut an, wenn sie auch dort nur im Fernsehen und nicht im Kino laufen.

Zum dritten Mal stand das Duo für einen Provinzkrimi von Falk vor der Kamera. Eine Eingewöhnungsphase zu Drehbeginn gab es da nicht mehr. „Man kommt ganz schnell auf den Punkt“, meint Bezzel. Dennoch war dieser Streifen, der am Donnerstag in die Kinos kommt, anders als die beiden ersten Teile „Dampfnudelblues“ und „Winterkartoffelknödel“. „Jetzt geht es gleich zu Beginn richtig los“, stöhnt Bezzel als eher phlegmatischer Ermittler. Die Susi verlässt ihn und ein Serienkiller wird zu einer ernsthaften Bedrohung für das fiktive, bayerische Nest Niederkaltenkirchen, das in Wirklichkeit Frontenhausen heißt und sich im Landkreis Dingolfing-Landau befindet. In bewährter Manier ermittelt das Duo dann natürlich wieder mehr illegal als legal.

Auch der vierte Fall ist schon abgedreht. Die „Grießnockerlaffäre“ kommt nächstes Jahr ins Kino, kündigten die Schauspieler an.

(S E R V I C E - www.schweinskopf-al-dente.de/)