Frankfurter Börse
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der DAX hat am Montag auf Schlusskursbasis ein Jahreshoch nur knapp verpasst. Mit einem Plus von 0,63 Proz...
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der DAX hat am Montag auf Schlusskursbasis ein Jahreshoch nur knapp verpasst. Mit einem Plus von 0,63 Prozent auf 10.432,36 Punkten ging der Leitindex über die Ziellinie und blieb dabei lediglich 3 Punkte unter seiner im April aufgestellten Bestmarke. Im Verlauf hatte der DAX bei 10.478 Punkten zeitweise so hoch gestanden wie noch nie in diesem Jahr.
Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDAX rückte um 0,33 Prozent auf 21.282,41 Zähler vor, während das Technologiewerte-Barometer TecDAX um 0,20 Prozent auf 1.704,12 Punkte nachgab.
Laut Markus Huber, Händler für den Broker City of London Markets, wirkten die guten US-Arbeitsmarktdaten nach, die bereits am Ende der vergangenen Woche für gute Stimmung gesorgt hatten. Anleger setzten außerdem weiter auf das billige Geld der Zentralbanken, kommentierten Analysten. Nachdem bereits in der Vorwoche die Bank of England den Leitzins gesenkt hatte, hofften sie nun darauf, dass die US-Notenbank Fed vorerst von einer weiteren Zinsanhebung absehe.
Hinzu kamen zum Wochenstart positive Nachrichten aus Deutschland, wo die Industrieproduktion im Juni etwas stärker gestiegen war als erwartet. Dies dämpfte Befürchtungen einer Konjunkturflaute. Ansonsten fehlten größere Impulse von der Konjunktur- und Unternehmensseite, bevor die Quartalsberichtssaison in den kommenden Tagen fortschreitet.
Die Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank waren mit Gewinnen von 3,05 beziehungsweise 2,97 Prozent unter den Top-3-Werten im DAX. Sie knüpften damit an ihre jüngste Erholung an, nachdem sie vergangene Woche auf Tiefstände gefallen waren. Die Allianz-Anteile machten mit plus 3,01 Prozent ihre Kursdelle vom vergangenen Freitag, als die jüngsten Quartalszahlen des Versicherers belastet hatten, mehr als wett.
An der MDAX-Spitze machten die Papiere der Hannover Rück mit plus 3,26 Prozent ihren jüngsten Kursrutsch ebenfalls wett. Sie profitierten von einer Hochstufung durch die schweizerische Bank Credit Suisse. Der Möbel- und Einzelhändler Steinhoff überzeugte die Anleger mit der angekündigten Milliardenübernahme des US-amerikanischen Betten- und Matratzenhändlers Mattress Firm. Die Steinhoff-Papiere legten um 1,55 Prozent zu.
Bei Airbus richteten sich die Blicke der Anleger dagegen auf Ermittlungen durch die britische Anti-Korruptionsbehörde. Möglicherweise hat der Konzern neue Kunden für seine Verkehrsflugzeuge mit unsauberen Praktiken gewonnen. Die Papiere gaben um 1,27 Prozent nach.
Für die Titel des Modekonzerns Hugo Boss ging es am MDAX-Ende um 4,06 Prozent nach unten, womit sie einen Großteil ihres Kurssprungs vom Freitag wieder einbüßten. Die vor dem Wochenende infolge der jüngsten Geschäftszahlen aufgekeimte Hoffnung fiel wieder in sich zusammen.
~ ISIN DE0008469008 ~ APA468 2016-08-08/19:08
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