Olympia: Splitter 1 - Wiesberger mag das Dorfleben

Rio de Janeiro (APA) - Splitter von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro:...

Rio de Janeiro (APA) - Splitter von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro:

Das Leben im Olympischen Dorf ist für die verwöhnten Golfer ungewohnt, aber Bernd Wiesberger freut sich darüber. „Man muss sich an den Ablauf und alles gewöhnen. Aber man sieht andere Sportler, das ist auch ein Teil, der diese Woche sehr speziell macht. Das ist etwas, das Golfer sonst nicht erleben. Das müssen wir genießen und als etwas Besonderes schätzen“, sagte der Burgenländer, der sich mit Kollegin Christine Wolf, den Caddies und Golfverbands-Sportdirektor Niki Zitny ein Appartement teilt. „Olympia ist ein Riesenerlebnis. Eine neue Welt für uns Golfer. Aber die Spieler, die hier sind, leben den Olympischen Traum“, pflichtete Zitny bei.

* * *

Es ist zu erwarten, dass die Brasilianer kein fachkundiges Golf-Publikum sind. „Das könnte zum Problem werden, wenn sie telefonieren, fotografieren, klatschen“, sagte Sportdirektor Niki Zitny, der berichtete, dass es diesbezüglich auch ein Meeting gab und die Organisatoren sich bemühen werden, den Fans die Benimmregeln darzulegen. Ob fachkundig oder nicht, Wiesberger hofft auf „faire Verhältnisse“.

* * *

Vor dem Österreich-Haus in Botafoga bilden sich jeden Tag lange Schlagen, viele begehren Einlass in die öffentliche Partyzone. Findige Brasilianer witterten ein Geschäft und bezogen mit ihren fahrbaren Standln unmittelbar davor Platz, sie verkaufen Getränke und Snacks an die Wartenden. Drinnen gibt‘s dann u.a. Schnitzelsemmel - der absolute Verkaufshit!

* * *

„Kann es immer noch nicht fassen, dass ich wirklich dort bin!! Beim Dauerlauf im Dorf bin ich aus dem Staunen gar nicht rausgekommen, so riesig ist alles hier“, postete 5.000-Läuferin Jennifer Wenth nach ihrer Ankunft im Olympischen Dorf in Rio auf Facebook. Siebenkampf-EM-Bronzemedaillengewinnerin Ivona Dadic posierte mit Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger vor den Olympischen Ringen und postete das Bild für ihre Fans.

* * *

Ein Vorarlberger Fan-Ehepaar begleitet die österreichischen Sportschützen seit vielen Jahren zu Wettkämpfen. „Das ist unsere Leidenschaft“, meinte der seit Jahresbeginn pensionierte Kleinunternehmer. Bei Sommerspielen sind sie zum dritten Mal nach 2004 und 2012. Vor den Wettkämpfen hat das Duo seit Mitte Juli Paraguay und Brasilien bereist, dabei besuchten sie auch die Auswandererkolonie „Dreizehnlinden“ (Treze Tilias) im Süden des Olympiagastgeberlandes. Dort haben sich zwischen 1865 und 1939 viele Tiroler niedergelassen und pflegen bis heute die Sprache, Bauweise und Bräuche aus der alten Heimat. Wie etliche andere Olympiatouristen haben auch die Vorarlberger schon Bekanntschaft mit den berüchtigten Kleinkriminellen gemacht. „Man wollte mir den Rucksack runterreißen, ich habe mich aber gewehrt“, erzählte der Vorarlberger.