Afghanistan

Kabuler US-Universität nach Professoren-Entführungen vorerst zu

Trotz hoher Sicherheitsmaßnahmen kommt es immer wieder zu Entführungen.
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Enführungen in Afghanistan werden für ausländische Organisationen zunehmend zum Problem.

Kabul – Die Amerikanische Universität in Kabul hat nach der Entführung zweier ausländischer Gastprofessoren vorübergehend geschlossen. Das ging aus einer am Dienstag auf der Facebook-Seite der Universität veröffentlichten Erklärung hervor.

Am Sonntagabend waren ein australischer und ein US-amerikanischer Professor nahe der Universität aus ihrem Auto heraus von Unbekannten verschleppt worden. In der Erklärung sagte der Präsident der Universität, Mark English, man entwickele Sicherheitsmaßnahmen, um das Personal zu schützen. Ein Krisenstab arbeite mit den Behörden zusammen.

Die Zahl der Entführungen hat in der afghanischen Hauptstadt in den vergangenen Monaten stark zugenommen. Auch Ausländer sind entführt worden. Unter ihnen waren eine Australierin, zwei Bengalen und eine Inderin. Die Inderin war jüngst freigekommen.

Im vergangenen Sommer war eine Mitarbeiterin der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) für einige Monate in den Händen einer Entführerbande. Die GIZ hatte daraufhin zeitweise einen Großteil ihres Personals außer Landes geschafft. (dpa)