Fußball: ManUnited-Rückkehrer Pogba will der Beste werden
Manchester (APA/dpa) - Der neue Transfer-Rekordhalter Paul Pogba möchte nur allzu gerne einmal den „Ballon d‘Or“ gewinnen. „Ich sage nicht, ...
Manchester (APA/dpa) - Der neue Transfer-Rekordhalter Paul Pogba möchte nur allzu gerne einmal den „Ballon d‘Or“ gewinnen. „Ich sage nicht, dass ich ihn holen werde. Aber ich will ihn holen“, sagte der Franzose mit dem Hang zum Spektakel einmal. Mit seiner Rückkehr zu Manchester United hat er womöglich die richtige Plattform (wieder)gefunden, um die Trophäe für den weltbesten Fußballer tatsächlich einmal einzusacken.
United-Boss Jose Mourinho bezeichnete Pogba bereits als „Herz des Clubs“ in der kommenden Dekade und darüber hinaus. „Er ist schnell, stark, schießt Tore und liest das Spiel besser als andere, die viel älter sind als er. Er ist jung und wird sich laufend verbessern“, skizzierte er die Vorzüge seines neuesten Zugangs. Und der Portugiese steht mit dieser Meinung nicht alleine da. „Paul hat alle Qualitäten, um Geschichte zu schreiben, in Frankreich und im Fußball“, meinte Frankreichs ehemaliger Nationalspieler Davide Trezeguet.
Sein Heimatland hat Pogba schon in seiner Jugend verlassen. Geboren am 15. März 1993 in Lagny-sur-Marne, begann Pogba, dessen ältere Zwillingsbrüder Florentine und Mathias beim AS Saint-Etienne und Partick Thistle FC in Schottland spielen, als Sechsjähriger bei Roissy en Brie östlich von Paris. Über US Torcy landete Paul Pogba 2007 in der Jugendakademie von Le Havre. 2009 griff Manchester United zu.
Der Weg auf die große Bühne war geebnet. Auf der Insel konnte sich Pogba aber noch nicht wie erhofft durchsetzen. 2012 wechselte er zu Juve - ablösefrei. Im selben Jahr wurde er mit der U20 Frankreichs Weltmeister und zum besten U21-Akteur in Europa gewählt.
Schon damals stand Pogba darauf, „verrückte Dinge zu tun“, wie er selbst sagte. Sein regelmäßig wechselndes Haardesign gehört dazu. Mal lässt sich der 23-Jährige „Pogboom“ ins kurze Seitenhaar färben, mal einen gallischen Hahn. In Summe polarisiert der Mittelfeldspieler mit seinen Äußerungen und seinem Verhalten gewaltig. In Frankreich wurde Pogba während der Europameisterschaft von der Öffentlichkeit kritischer als jeder andere Nationalspieler beäugt und jede seiner Regungen geradezu seziert.
Erst recht, nachdem er sich zu einer abfälligen Geste, dem „bras d‘honneur“ hatte hinreißen lassen. Pogba reagierte mit einem schriftlichen Statement und erklärte die Armbewegung mit seinem üblichen Tanz-Jubel, dem „Dab Dance“. Den führe er bei seinen Toren immer auf.
Achtmal durfte er in der vergangenen Liga-Saison im Trikot von Juventus Turin bei eigenen Treffern tanzen, 13 weitere Tore bereitete Pogba vor. Mit Juve holte Pogba 2013, 2014 und 2015 den Titel in der Serie A. „Schon nach wenigen Trainings gerieten wir ins Schwärmen um die Qualitäten von Paul. Wir fragten uns: Sind die blind in Manchester?“, soll Juventus-Torwartlegende Gianluigi Buffon gesagt haben. Zur Trennung von dem Mittelfeldspieler hatte sich bei ManUnited Langzeit-Coach Alex Ferguson entschlossen.
Pogba selbst hat kein Problem mit dem „Umweg“, den er über Italien gehen musste, um zum englischen Rekordmeister zurückzukehren. „Ich glaube, es ist Schicksal. Meine Mutter hat mir schon gesagt, dass ich hierher zurückkommen würde“, sagte er in einem Interview auf der United-Webseite. „Ich habe nicht zu Ende gebracht, was ich angefangen habe. Daher bin ich jetzt zurückgekommen, um es zu Ende zu bringen.“
(Grafik 0896-16, 88 x 158 mm)
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