voestalpine - Zahlen lagen für Analysten „im Rahmen der Erwartungen“
Linz (APA) - Im Anschluss an die Veröffentlichung der Erstquartalszahlen für das Geschäftsjahr 2016/17 sind die Aktien der voestalpine am Di...
Linz (APA) - Im Anschluss an die Veröffentlichung der Erstquartalszahlen für das Geschäftsjahr 2016/17 sind die Aktien der voestalpine am Dienstagvormittag an der Wiener Börse auf Talfahrt gegangen, obwohl sich Analysten in einer ersten Reaktion recht zufrieden mit den vorgelegten Ergebnissen gezeigt hatten. Im Mittagshandel standen die Papiere der voestalpine um 3,57 Prozent im Minus bei 30,91 Euro.
Damit belegten die Aktien des Stahlkonzerns den letzten Platz im ATX. Der Leitindex selbst konnte gegen 13.15 Uhr moderate 0,35 Prozent auf 2.255,29 Punkte zulegen.
Bei der voestalpine ist der um Sondereffekte bereinigte Nettogewinn (vor Minderheiten und Hybridkapitalzinsen) im ersten Quartal um 28 Prozent auf 108,7 Mio. Euro eingebrochen. Vor Zinsen und Steuern sank das bereinigte Ergebnis (EBIT) ebenfalls um 28 Prozent auf 171,5 Mio. Euro. Nicht bereinigt sackte der voestalpine-Gewinn nach Steuern um fast 64 Prozent von 289,5 auf 105,8 Mio. Euro ab, während sich das unbereinigte EBIT von 368,4 auf 167,6 Mio. Euro mehr als halbierte.
Die Experten der UBS, Citigroup und Baader Bank sind sich einig, dass die Zahlen der voestalpine im Rahmen der Erwartungen ausgefallen sind. Die Analysten der Berenberg Bank sprachen sogar von etwas besser als erwartet ausgefallenen Ergebnissen.
Bei der Baader Bank heißt es außerdem, dass das abgelaufene Quartal das schwächste im Geschäftsjahr 2016/17 gewesen sein sollte. Diese Einschätzung teilt auch voestalpine-Chef Wolfgang Eder. Dieser sagte am Dienstag in einer Telefonkonferenz: „Wir gehen davon aus, dass dieses Quartal das schwächste im Jahresverlauf bleiben wird.“
Hauptgrund für den Rückgang des EBIT seien die schwächeren Ergebnisse in der Stahldivision gewesen, schreibt die Baader Bank. Die Sparte dürfte jedoch in den kommenden Quartalen von steigenden Stahlpreisen, steigenden Margen sowie dem Hochlauf der neuen Anlage in Texas unterstützt werden, so die Experten. Im Gegensatz zu seinen Branchenkollegen konnte die voestalpine bisher noch nicht von den steigenden Stahlpreisen profitieren, führen die UBS-Analysten weiter aus und verwiesen als Grund auf die Vertragsstruktur des Unternehmens.
Trotz der unaufgeregten Analysten-Bewertungen ging es für die voestalpine-Aktie am Dienstag deutlich bergab. Laut den Analysten der Erste Group könnte das „minimal geänderte ‚Wording‘ im Ausblick der voestalpine“ für Verunsicherung unter den Anlegern gesorgt und die Aktie damit unter Druck gesetzt haben. Der Stahlkonzern stellte in seiner Mitteilung von heute, Dienstag, „unverändert ein operatives Ergebnis (EBITDA) und ein Betriebsergebnis (EBIT) annähernd auf Höhe des vergangenen Jahres (bereinigte Werte)“ in Aussicht. Im voestalpine-Geschäftsbericht für das Gesamtjahr 2015/16 wurde noch ein EBIT und EBITDA „zumindest annähernd auf Höhe des vergangenen Geschäftsjahres“ prognostiziert.
~ ISIN AT0000937503 WEB http://www.voestalpine.com ~ APA327 2016-08-09/13:38