Gerichtssplitter

Wachmann kontrollierte mit gefälschtem Polizeiausweis

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Eine respektablere Uniform hatte sich wohl die letzten zwei Jahre ein Wachmann einer großen Sicherheitsfirma gewünscht. Irgendwann war er je...

Eine respektablere Uniform hatte sich wohl die letzten zwei Jahre ein Wachmann einer großen Sicherheitsfirma gewünscht. Irgendwann war er jedenfalls mit seinem Berufskollegen auf die Idee gekommen, täuschend echte Polizeidienstausweise im Internet zu bestellen. Von nun an ging es damit für den Oberländer nach Innsbruck. Dabei soll er nun mit dem Polizeiausweis gemacht haben, was er zuvor schon mit dem Sicherheitsdienstausweis nicht hätte dürfen: Bettler von den Gehsteigen vertreiben. Im Frühjahr ging es nach Aussagen des Kollegen dann in die Altstadt, wo an die 30 Passanten unter Vorhalt des Polizeiausweises aufgefordert wurden, ihre Identitäten zu nennen. Im Februar war das Duo damit jedoch aufgeflogen, der Prozess wegen Amtsanmaßung und Fälschung besonders geschützter Urkunden folgte gestern am Landesgericht. Der nun geschasste Wachmann leugnete die Vorfälle trotz eindeutiger Aussagen seines Kollegen. 1440 Euro Geldstrafe nahm er darauf nur unwillig an, dabei drohten dem einschlägig Vorbestraften zwei Jahre Haft.

Ein Jahr unbedingte Haft setzte es hingegen für einen ebenfalls schon gestrauchelten 31-Jährigen. Der Mann hat eine PokerMentalität. Obwohl er aus einer Altverurteilung noch zwei Jahre und fünf Monate offen hat, zapfte er dennoch schwarz 2882 Liter Diesel aus Lkw-Tanks ab. Etwas floss gleich in den eigenen Pkw, der Rest wurde im Keller gebunkert. Richter Thomas Dampf ließ Gnade walten und widerrief die Altstrafe nicht.

Ein 32-jähriger Unfalllenker wurde gestern zu 1800 Euro Geldstrafe verurteilt. Alkoholisiert, Übermüdet und unter Tabletteneinfluss wollte der deutsche Saisonarbeiter vergangenen Mai nach einer Abschlussfeier im Stubai sein Auto umparken, als er von einem Kollegen gebeten wurde, mit ihm eine Spritztour zu machen. Nach einer viel zu schnell angefahrenen Kurve brach das Heck des neuen BMW aus. Dieser raste unkontrolliert mit der Beifahrerseite in parkende Autos. Durch die grob fahrlässige Fahrweise wurde der Beifahrer schwer verletzt. Bei einem dreiwöchigen Krankenhausaufenthalt mussten operative Eingriffe an Lunge und Wirbeln vorgenommen werden. (fell, wad)