Hochegger-Prozess 2 - „Er ist gesundheitlich ein gebrochener Mann“
Wien (APA) - „Er will sich nicht der Verhandlung entziehen. Es ist ihm auf ausdrücklichen Befehl der Ärzte nicht möglich, heute zu kommen“ -...
Wien (APA) - „Er will sich nicht der Verhandlung entziehen. Es ist ihm auf ausdrücklichen Befehl der Ärzte nicht möglich, heute zu kommen“ - mit diesen Worten hat Karl Schön, der Anwalt von Peter Hochegger, dessen Fernbleiben entschuldigt. Sein Mandant sei „gesundheitlich ein gebrochener Mann. Er ist psychisch fertig.“
Laut Schön soll Hochegger in der Schweiz zusammengebrochen sein, wo er sich einer Nachbehandlung „nach einer schweren Augenoperation, deren lateinischen Namen ich mir nicht gemerkt habe“ unterziehen wollte, wie der Anwalt erklärte. Schön machte dafür den zunehmenden Druck angesichts des Wiener Gerichtstermins in der Telekom-Affäre verantwortlich. Aus einem mit Anfang Juli datierten, inzwischen der Justiz vorgelegten Gutachten gehe deutlich hervor, dass der frühere Lobbyist psychisch erkrankt sei. Hochegger sei für den 10., 11. und 15. August zu Behandlungsterminen an der Universitätsklinik Basel bestellt worden, so Schön.
„Sind ihm die österreichischen Einrichtungen nicht gut genug?“, fragte sich Richter Etl. Dieser wunderte sich auch, weshalb Hochegger just am Tag seiner Gerichtsverhandlung im Grauen Haus in der Schweiz einen Psychiater konsultierte. Wie sein Anwalt dazu erläuterte, soll Hochegger bei Bedarf immer wieder ambulante Hilfe in Anspruch nehmen. Eine stationäre Behandlung sei Hochegger „nicht möglich, weil er sich das nicht leisten kann“.