Olympia: Aus für Judoka Unterwurzacher, Ruderer im Halbfinale

Rio de Janeiro (APA) - Eine leise österreichische Medaillenhoffnung ist am Dienstag bei den Olympischen Spielen von Rio begraben worden. Für...

Rio de Janeiro (APA) - Eine leise österreichische Medaillenhoffnung ist am Dienstag bei den Olympischen Spielen von Rio begraben worden. Für Judoka Kathrin Unterwurzacher (bis 63 kg), Nummer sechs der Weltrangliste, war in der Hoffnungsrunde Endstation. Positive Nachrichten gab es hingegen im Rudern, wo sowohl Europameisterin Magdalena Lobnig als auch Paul und Bernhard Sieber den Halbfinaleinzug fixierten.

Die 24-jährige Tirolerin Unterwurzacher, die bei ihren ersten Olympischen Spielen schlussendlich auf Rang sieben landete, musste sich in der Hoffnungsrunde der Niederländerin Anicka van Emden mit einer Yuko-Wertung geschlagen geben. Davor hatte sie zum Auftakt Estefania Garcia aus Ecuador besiegt bzw. war im Viertelfinale der japanischen Weltranglistendritten Miku Tashiro unterlegen. Nach dem Aus von Ludwig Paischer und Sabrina Filzmoser ist damit Bernadette Graf (bis 70 kg) die einzige im Judo verbliebene Hoffnung auf Edelmetall.

Im Rudern kam Lobnig im Einer bei schwierigen Bedingungen in der Lagoa Rodrigo de Freitas nach starkem Beginn 8,33 Sekunden hinter ihrer Trainingspartnerin Genevra Stone (USA) und 5,71 hinter Jeannine Gmelin (SUI) ins Ziel. Das reichte mit genügend Vorsprung auf die Viertplatzierte zum Weiterkommen. „Die zweite Hälfte war sehr kontrolliert, da bin ich nur noch auf den Dritten gefahren. Die ersten 1.000 waren echt gut gerudert, da habe ich das Rennen mitbestimmen können, das war wirklich gut für den Kopf“, sagte die Kärntnerin, die ihren nächsten Auftritt am Donnerstag hat.

Schon am Mittwoch sind die Sieber-Brüder im Halbfinal-Einsatz. Die beiden Wiener steuerten ihren Leichtgewichts-Doppelzweier nur einen Tag nach der herben Vorlauf-Enttäuschung im Hoffnungslauf zu Platz zwei hinter Deutschland. Trotz misslungenem Start. Paul Sieber glitt beim dritten Schlag das linke Ruder aus der Hand, danach verlief ihr Rennen aber wie erhofft. „Gestern war einer der schwierigsten Tage. So enttäuscht war ich sicher noch nie. Das zu verdauen und uns heute so klar zu qualifizieren, ist unglaublich schön und schwierig zu beschreiben“, erläuterte Paul Sieber.

Als letzte Österreicher waren in der Nacht auf Mittwoch (Dienstag Ortszeit) Oliver Marach und Alexander Peya im Doppel-Viertelfinale gefordert. Einen Tag nach ihrem Achtelfinalsieg treffen sie auf die an sechster Stelle gesetzten Spanier Marc Lopez/Rafael Nadal.