Europas Leitbörsen im Frühhandel moderat im Minus
Frankfurt am Main (APA) - Nach den klaren Kursgewinnen vom Vortag haben sich die Anleger am Mittwoch im Frühhandel eine Verschnaufpause gegö...
Frankfurt am Main (APA) - Nach den klaren Kursgewinnen vom Vortag haben sich die Anleger am Mittwoch im Frühhandel eine Verschnaufpause gegönnt. Die europäischen Leitbörsen zeigten sich moderat in der Verlustzone. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.00 Uhr mit minus 0,12 Prozent oder 3,68 Punkte bei 3.025,50 Einheiten.
Der DAX in Frankfurt fiel 0,18 Prozent oder 18,98 Zähler auf 10.673,92 Punkte. In London gab der FTSE-100 moderate 0,14 Prozent oder 9,37 Einheiten auf 6.841,93 Punkte ab.
Zuletzt hatte die Aussicht auf weitere Lockerungsmaßnahmen zur Stützung der Konjunktur seitens der Notenbanken noch für gute Stimmung an den Märkten gesorgt. Am Mittwoch ging den Anlegern jedoch der Schwung etwas verloren. Neue Impulse, die für einen weiteren Schub nach oben sorgen könnten, lassen derzeit auf sich warten. Zudem sorgen tiefere Ölpreise für Abwärtsdruck.
Die Überseebörsen lieferten kein einheitliches Bild. Während die US-Börsen am Dienstag wenig verändert aus dem Handel gegangen waren, zeigten sich die asiatischen Märkte zur Wochenmitte etwas leichter. Wichtige Konjunkturdaten stehen nur wenige auf der Agenda. Bereits vor Börsenstart kamen Daten zur französischen Industrieproduktion, welche im Juni überraschend weiter gesunken ist.
Unternehmensseitig rückten die Aktien des Versorgers E.ON in den Fokus, mit minus 4,62 Prozent belegten die Aktien den letzten Platz im Euro-Stoxx-50. Der Energiekonzern wartet trotz seines radikalen Umbaus weiter auf eine Trendwende. Auch ohne die vor der Abspaltung stehende Kraftwerks- und Handelstochter Uniper fiel der bereinigte operative Gewinn (Ebit) im ersten Halbjahr um 6 Prozent auf rund 2 Mrd. Euro. Unterm Strich verbuchte E.ON einen Verlust von rund 3 Mrd. Euro.
Weit unten auf der Kurstafel waren zudem Autowerte zu finden. Volkswagen verloren 0,75 Prozent und Daimler sanken um 0,41 Prozent. Auch BMW ermäßigte sich um 0,22 Prozent. Der bayrische Autokonzern hat im abgelaufenen Monat mit gut 180.000 Autos rund vier Prozent mehr als vor Jahresfrist verkauft und damit seine Rekordfahrt fortgesetzt. In den ersten sieben Monaten stieg der Gesamtabsatz der Marken BMW, Mini und Rolls Royce um 5,5 Prozent auf gut 1,34 Millionen Modelle.
Bei der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd hat der verschärfte Preiskampf im Container-Geschäft für rote Zahlen gesorgt. In den Monaten April bis Juni fuhr das Unternehmen einen Verlust von 99 Mio. Euro ein. Die Papiere sackten um 0,70 Prozent ab.
Am deutschen Markt rückte die Chemiebranche in den Blickpunkt. Die Geschäftszahlen des Chemikalienhändlers Brenntag kamen bei den Anlegern nicht gut an: Die Aktie gab rund zwei Prozent ab. Dagegen überzeugte der Spezialchemie-Konzern Lanxess laut einem Händler mit einer stärker als gedachten Erhöhung der Gesamtjahresziele. Die Anleger belohnten die Nachrichten mit einem kleinen Kursplus von 0,27 Prozent.
~ ISIN EU0009658145 ~ APA181 2016-08-10/10:05