Börse Frankfurt am Vormittag moderat im Minus
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Dem DAX ist am Mittwoch nach seinem rasanten Anstieg erst einmal die Luft ausgegangen. Zwar sprang der deu...
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Dem DAX ist am Mittwoch nach seinem rasanten Anstieg erst einmal die Luft ausgegangen. Zwar sprang der deutsche Leitindex kurz in die Gewinnzone und markierte ein Jahreshoch bei 10.708 Punkten. Anschließend fiel er am Vormittag aber um 0,16 Prozent auf 10.676,18 Punkte zurück.
Die Billiggeldflut der Notenbanken hatte die Laune der Anleger jüngst wieder deutlich aufgehellt. Alleine am Dienstag war der DAX um zweieinhalb Prozent gestiegen und hatte damit seine bisherigen Verluste im Jahr abgeschüttelt. Sorgen um die Weltwirtschaft und die Folgen der Brexit-Entscheidung der Briten scheinen wie weggeblasen.
Der DAX sei zwar nach seiner Rally heiß gelaufen und anfällig für einen Rückschlag, sagte Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar. Der Grundlegende Trend habe sich aber verbessert. Es komme einem „Befreiungsschlag“ gleich, der nun auch im saisonal eher schwierigen Spätsommer zu einer positiven Entwicklung führen könnte.
Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDAX büßte zur Wochenmitte 0,08 Prozent auf 21.558,70 Zähler ein und für den Technologiewerte-Index TecDAX ging es um 0,05 Prozent auf 1.728,60 Punkte nach unten.
Die Quartalsberichtssaison zeichnete ein durchwachsenes Bild. Der Energiekonzern Eon wartet trotz seines radikalen Umbaus weiter auf eine Trendwende. Die Papiere waren denn auch mit einem Minus von 5,29 Prozent abgeschlagenes Schlusslicht im DAX. Für die Anteile des Konkurrenten RWE ging es um Schlepptau um mehr als 3 Prozent nach unten.
Im MDAX fielen die Aktien des kriselnden Industriedienstleisters Bilfinger um rund ein halbes Prozent. Bilfinger bleibt nach dem zweiten Quartal zurückhaltend für das Gesamtjahr.
Die Aktien des Stahlkochers Salzgitter fielen nach der Vorlage der jüngsten Geschäftszahlen um mehr als 5 Prozent und lagen damit am MDAX-Ende. Allerdings waren die Papiere zuletzt gut gelaufen.
Im Kleinwerte-Index SDAX ließen die Aktien des Druckmaschinenbauers Heidelberger Druck nach einem enttäuschenden Quartalsbericht kräftig Federn. Die Papiere rutschten um mehr als 6 Prozent ab und gerieten damit von ihrem Kurs Richtung Jahreshoch ab.
Der Spezialchemie-Konzerns Lanxess überzeugte hingegen laut einem Händler mit einer stärker als gedachten Erhöhung der Gesamtjahresziele. Die Papiere gewannen 0,30 Prozent.
Gute Laune herrschte auch bei den Anteilseignern von ProSiebenSat.1. Die Papiere des Medienkonzern verteuerten sich um 1,45 Prozent, nachdem die Analysten der US-Bank JPMorgan sie auf „Neutral“ hochgestuft hatten. Das bedeutete einen der Spitzenplätze im DAX.
~ ISIN DE0008469008 ~ APA190 2016-08-10/10:18
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