UASC-Fusion soll Linienreederei Hapag-Lloyd aus roten Zahlen bringen

Hamburg (APA/dpa) - Nach roten Zahlen im ersten Halbjahr 2016 hofft die Linienreederei Hapag-Lloyd auf eine schnellstmögliche Billigung ihre...

Hamburg (APA/dpa) - Nach roten Zahlen im ersten Halbjahr 2016 hofft die Linienreederei Hapag-Lloyd auf eine schnellstmögliche Billigung ihrer Fusion mit der arabischen UASC. „Der Zusammenschluss wird uns jährliche Nettosynergien in Höhe von mindestens 400 Mio. US-Dollar (361 Mio. Euro) bringen, die zum Teil bereits im nächsten Jahr greifen sollten“, teilte Hapag-Vorstandschef Rolf Habben Jansen am Mittwoch mit.

Bisher erwarteten beide Unternehmen eine Zustimmung der international zuständigen Wettbewerbsbehörden bis Jahresende.

Der verschärfte Preiskampf im Container-Geschäft drückte die Hamburger Reederei im zweiten Quartal wieder tief in die roten Zahlen. In den Monaten April bis Juli fuhr das Unternehmen nach Angaben vom Mittwoch einen Verlust von 99 Mio. Euro ein. Ein Jahr zuvor hatte die Gesellschaft noch 29 Mio. Euro Gewinn erzielt. Seit Jahresbeginn ist ein Nettoverlust von 142 Mio. Euro (Vorjahreshalbjahr: plus 157,2 Mio. Euro) aufgelaufen. „Das Halbjahresergebnis ist enttäuschend“, räumte der Vorstandschef ein.

Die erzielten Einsparungen aus dem 2015 erfolgten Zusammenschluss mit der chilenischen Reederei CSAV reichten nicht aus, um den Rückgang der Transportpreise auszugleichen, berichtete Habben Jansen. Der Umsatz sank auf rund 3,79 Mrd. Euro - nach 4,7 Mrd. Euro im Vorjahreshalbjahr. Aufgrund des schwierigen Marktumfelds sei es daher „umso wichtiger, die Transaktion mit UASC schnellstmöglich umzusetzen“, teilte Habben Jansen mit. Bei der Fusion mit der United Arab Shipping Company (UASC) geht es Hapag-Lloyd auch um die Flotten der beiden Unternehmen. Habben Jensen führt dann 237 Schiffe mit einer Transportkapazität von rund 1,6 Millionen Standardcontainern.

Für das Gesamtjahr rechnet er seit Juli mit einem deutlich rückläufigen Ebit (Gewinn vor Steuern und Zinsen), nachdem er zuvor noch eine deutliche Steigerung anvisiert hatte. 2015 hatte Hapag-Lloyd vor Zinsen und Steuern 366 Mio. Euro verdient.

~ WEB http://www.hapag-lloyd.de/de/home.html ~ APA274 2016-08-10/12:14