Europas Leitbörsen im Mittagshandel weiter mit tieferer Tendenz

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben sich am Mittwoch im Mittagshandel weiter mit etwas tieferer Tendenz gezeigt. Der...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben sich am Mittwoch im Mittagshandel weiter mit etwas tieferer Tendenz gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 verlor gegen 12.15 Uhr 9,02 Einheiten oder 0,30 Prozent auf 3.020,16 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte mit 10.641,50 Punkten und minus 51,40 Einheiten oder 0,48 Prozent. Der FTSE-100 der Börse London fiel um 13,64 Zähler oder 0,20 Prozent auf 6.837,66 Stellen.

Nach den klaren Kursgewinnen vom Vortag haben sich die Anleger mangels neuer Impulse zur Wochenmitte zurückgehalten. Zuletzt hatte noch die Aussicht auf weitere Lockerungsmaßnahmen zur Stützung der Konjunktur seitens der Notenbanken für Auftrieb gesorgt. Am Mittwoch ging den Anlegern jedoch die Luft aus. Wichtige Impulse aus Übersee blieben aus und auch datenseitig stehen heute keine marktbewegenden Zahlen an. Vor Börsenstart kamen Daten zur französischen Industrieproduktion, welche im Juni überraschend weiter gesunken ist.

Unter Beobachtung stehen indessen weiterhin die Ölpreise. Zuletzt zeigten sich Brent und WTI wieder im roten Bereich. Heute Nachmittag wird das US-Energieministerium seine wöchentlichen Lagerdaten veröffentlichen.

Bei den Einzelaktien beherrschte die Berichtssaison die Nachrichtenlage. Ans Ende des Euro-Stoxx-50 sackten die Aktien des Versorgers E.ON mit minus 6,05 Prozent ab. Trotz eines radikalen Umbaus wartet der Energiekonzern weiter auf die Trendwende. Unterm Strich verbuchte E.ON im ersten Halbjahr 2016 einen Verlust von rund 3 Mrd. Euro. Der bereinigte operative Gewinn (Ebit) fiel auch ohne die vor der Abspaltung stehende Kraftwerks- und Handelstochter Uniper um 6 Prozent.

Bei der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd hat der verschärfte Preiskampf im Container-Geschäft ebenfalls für rote Zahlen gesorgt. In den Monaten April bis Juni fuhr das Unternehmen einen Verlust von 99 Mio. Euro ein. Ein Jahr zuvor hatte die Gesellschaft noch 29 Mio. Euro Gewinn erzielt. Die Papiere büßten 2,84 Prozent ein.

Dagegen hat der britische Versicherer Prudential im ersten Halbjahr mit einem kräftigen Gewinnanstieg die Anleger überzeugt. Vor allem das Asien-Geschäft trug dazu bei, dass die Analystenerwartungen übertroffen wurden, hieß es von Marktteilnehmern. Die Papiere zogen an der Börse in London 2,01 Prozent an. Auch die Aktien des Branchenkollegen Legal & General legten um 2,09 Prozent zu und waren damit unter den größten Kursgewinnern im „Footsie“ Index zu finden.

BMW legte inzwischen Absatzzahlen für Juli vor. Der bayrische Autokonzern hat im abgelaufenen Monat mit gut 180.000 Autos rund vier Prozent mehr als vor Jahresfrist verkauft und damit seine Rekordfahrt fortgesetzt. In den ersten sieben Monaten stieg der Gesamtabsatz der Marken BMW, Mini und Rolls Royce um 5,5 Prozent auf gut 1,34 Millionen Modelle. BMW notierten um moderate 0,14 Prozent leichter.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA276 2016-08-10/12:19