Die Autobahn als Inspiration
Zurzeit machen die „Klangspuren Lautstark“ in Imsterberg wieder Station. 54 Jungmusiker lassen sich von den Umgebungsklängen und -eindrücken inspirieren.
Von Hubert Daum
Imsterberg –Es sind nicht nur Spuren von Klängen, die zurzeit aus der Volksschule Imsterberg dringen, sondern lautstarke Fragmente neuer Kompositionen, die sich während der neunten Auflage der „Klangspuren Lautstark“ letztendlich zu einem homogenen Ganzen entwickeln werden. 54 Jungmusiker aus Österreich, Deutschland und Italien lassen in zehn Tagen der musikalischen Kreativität neue Gemeinschaftswerke entstehen, die am kommenden Sonntag (11 Uhr) im Gemeindesaal uraufgeführt werden.
Unter dem diesjährigen Motto „Musik Rundherum“ holen sich die Acht- bis 18- Jährigen Inspirationen aus der Umgebung von Imst und Imsterberg. „In zwei Exkursionen in der Umgebung von Imst und Imsterberg sammelten wir optische und akustische Eindrücke“, erläutert Musikdozent Dietmar Wiesner die Inspirationsquellen, „in Hörinseln haben wir unterschiedliche Umgebungsgeräusche wie beispielsweise den Autobahnlärm, im Kontrast eine Grille oder einen Regentropfen spontan realisiert und katalogisiert.“ Dann stelle sich die Frage, wie können diese Töne mit den jeweiligen Musikinstrumenten ausgedrückt werden. Das Zusammenspiel dieser auszudrückenden Eindrücke sei dann die Komposition, die ausschließlich aus den Teilnehmern entstehe. „Es ist erstaunlich, wie offen und experimentierfreudig unsere jungen Musiker sind“, freut sich die international bekannte Komponistin und Leiterin Cathy Milliken. Diese Attribute müssen die Workshopteilnehmer auch mitbringen, denn es geht um „neue Musik“, in der andersartige Klänge und Geräusche gefragt sind und die Instrumente auch in einer unorthodoxen Weise gespielt werden dürfen. Dies soll den Jungkünstlern eine Bewusstseinserweiterung mitgeben abseits des „Normalen“.
In fünf Instrumentalgruppen wird jedenfalls geübt und experimentiert, das ausgesuchte Thema im Ensemble weiterentwickelt bis zur fertigen Komposition, die absolut keinen Vorgaben folgen muss. Parallel dazu entsteht eine Imsterberger Sinfonie, die beim Abschlusskonzert am Sonntag, 14. August, „tutti“, also von allen, präsentiert wird. Man kann auch gespannt sein auf die einzelnen Gruppenkompositionen, die ebenfalls uraufgeführt werden.
Vier darauffolgende Tage, genannt „Klangspuren Lautstärker“, gehören sieben fortgeschrittenen Komponisten, die ihre Kompositionen verfeinern. Diese werden am 18. August (19 Uhr) in der Laurentiuskirche uraufgeführt.
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