Seoul schließt Wiedereröffnung von Industriepark mit Nordkorea aus
Seoul/Pjöngjang (APA/dpa) - Sechs Monate nach Schließung eines gemeinsam mit Nordkorea betriebenen Industrieparks hat Südkorea Rufe im eigen...
Seoul/Pjöngjang (APA/dpa) - Sechs Monate nach Schließung eines gemeinsam mit Nordkorea betriebenen Industrieparks hat Südkorea Rufe im eigenen Land nach einer Wiedereröffnung zurückgewiesen. Die Entscheidung zur Schließung sei angesichts der Bedrohung durch Nordkoreas Raketen- und Atomprogramm unvermeidlich gewesen, sagte der Sprecher des Vereinigungsministeriums, Jeong Joon-hee, am Mittwoch laut der Agentur Yonhap.
Es sei „Unsinn, über eine Wiedereröffnung der Fabrikzone zu reden“. Das Ministerium habe damit auf die Forderung von Oppositionsabgeordneten geantwortet, die Regierung solle nach Wegen für eine Wiederinbetriebnahme suchen. Politik und die wirtschaftliche Zusammenarbeit sollten den Kritikern zufolge getrennt werden.
Der 2004 geöffnete grenznahe Fabrikpark auf nordkoreanischem Gebiet war bis zum Februar das einzige noch verbliebene Wirtschaftsprojekt zwischen Süd- und Nordkorea. Zuletzt arbeiteten dort 54 .00 Nordkoreaner für südkoreanische Unternehmen, die von den niedrigen Löhnen im abgeschotteten Nachbarland profitierten.
Mit der Schließung bestrafte Seoul den Nachbarn für einen umstrittenen Raketenstart. Während Pjöngjang von einem Satellitenstart sprach, sah die internationale Gemeinschaft darin den verdeckten Test einer atomar bestückbaren Langstreckenrakete.