Schuldspruch sechs Jahre nach tödlicher Pipeline-Explosion in den USA

Washington (APA/AFP) - Knapp sechs Jahres nach der Explosion einer Gasleitung in San Francisco mit acht Toten muss deren Betreiber mit einer...

Washington (APA/AFP) - Knapp sechs Jahres nach der Explosion einer Gasleitung in San Francisco mit acht Toten muss deren Betreiber mit einer Millionenstrafe rechnen. Am Dienstag erklärte die zuständige Jury den Energieriesen Pacific Gas and Electric (PG&E) in sechs von zwölf Anklagepunkten für schuldig. Unter anderem habe der Konzern die Justiz behindert und gegen Vorschriften zur Sicherheit von Gasleitungen verstoßen.

Dem Unternehmen droht nun eine Geldstrafe von bis zu drei Millionen Dollar (2,7 Millionen Euro). Laut Anklage hatte PG&E „falsche oder unvollständige“ Unterlagen über seine Gas-Pipelines geführt. Außerdem habe das Unternehmen vorsätzlich darauf verzichtet, mögliche Risiken für große Leitungen zu identifizieren.

Bei der Explosion in der kalifornischen Metropole San Francisco waren im September 2010 acht Menschen getötet worden. Außerdem wurden Dutzende Häuser zerstört.