Ferien: Eltern wollen mitreden
Wien (APA) - Die Elternvertreter wollen bei einer möglichen Neueinteilung des Schuljahrs mitreden. In den vergangenen Jahren habe man bei en...
Wien (APA) - Die Elternvertreter wollen bei einer möglichen Neueinteilung des Schuljahrs mitreden. In den vergangenen Jahren habe man bei entsprechenden Vorstößen bereits mehrfach ein Gesamtpaket dafür vorgelegt, das unter anderem eine einwöchige Kürzung der Sommerferien beinhaltet, hieß es in einer Aussendung des Dachverbands der Elternvereine an Pflichtschulen. Dieses sei nach wie vor aufrecht.
Neben der Sommerferienverkürzung fordern die Elternvertreter darin einen Abtausch der derzeit schulfreien Dienstage nach Ostern und Pfingsten bzw. der jeweiligen Landespatron-Feiertage gegen die Unterrichtstage nach Christi Himmelfahrt und Fronleichnam. Außerdem müssten auch in Ferienzeiten qualitätsvolle und leistbare Betreuungsangebote zur Verfügung stehen und Wiederholungsprüfungen generell in der letzten Ferienwoche stattfinden. Wenn alle diese Punkte erfüllt seien, könne man die Möglichkeit zur Einführung von Herbstferien diskutieren - diese müssten wiederum möglichst einheitlich sein und frühzeitig festgelegt werden.
Ganz ähnlich äußerte sich der Grüne Bildungssprecher Harald Walser. „Die Sommerferien um eine Woche kürzen, dafür im Spätherbst eine Woche Herbstferien für alle“, so Walser in einer Aussendung. Nach den langen Sommerferien würden die Schüler viel Zeit brauchen, um sich wieder auf den Schulrhythmus einzustellen. Aus pädagogischer Sicht sei vor allem bei jüngeren Kindern auch die lange, kaum unterbrochene Arbeitsphase im Herbst problematisch.
Die FPÖ sieht in der Ferienfrage dagegen ein Sommerloch-Thema. „Selbst mit der Umverteilung der Feriendauer würde das bestehende Betreuungsproblem der Schüler während der Ferienzeit nicht gelöst“, so der Nationalratsabgeordnete Wendelin Mölzer in einer Aussendung. Außerdem hätten die Schüler eine angemessene Regenerationszeit verdient, so die Vizepräsidentin des Kärntner Landesschulrats, Elisabeth Dieringer-Granza. Lehrer könnten aber in den beiden ersten und den beiden letzten Wochen verpflichtet werden, in einer Art „Sommerschule“ den Schülern etwa für die Vorbereitung zu einer Nachprüfung zur Verfügung zu stehen.