Immo-Konzern IVG holt weitere Banken für Börsengang an Bord

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Börsenpläne des Immobilienkonzerns IVG nehmen laut Insidern konkrete Formen an. Bank of America Merrill Lynch,...

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Börsenpläne des Immobilienkonzerns IVG nehmen laut Insidern konkrete Formen an. Bank of America Merrill Lynch, die Privatbank Berenberg sowie der Immobilien-Spezialist Kempen sollen Goldman Sachs und die Deutsche Bank bei dem für den Herbst ins Auge gefassten Listing der Büro-Tochter OfficeFirst unterstützen.

Das sagten drei mit den Planungen vertraute Personen am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte zuvor darüber berichtet. Die Investmentbanken in der zweiten Reihe werden gewöhnlich wenige Wochen vor dem Start eines Börsengangs an Bord geholt.

Parallel läuft noch der Prozess zum Verkauf von OfficeFirst, der allerdings schleppend verläuft. Den Eigentümern der IVG, rund 30 angelsächsische Hedgefonds und eher kurzfristig orientierte Investoren, geht es darum, auf welchem Weg sich der Verkaufserlös maximieren lässt. Eine Grundsatzentscheidung wird laut Insidern Ende August erwartet. Fällt sie gegen den Verkauf aus, soll der Börsengang unmittelbar danach angestoßen werden, so dass OfficeFirst Anfang Oktober sein Börsendebüt feiern würde. Die IVG und die Banken wollten sich nicht dazu äußern oder waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Bei einem Börsengang peilen die IVG-Eigentümer derzeit einen Emissionserlös von 700 bis 900 Mio. Euro an, wie zwei mit den Plänen vertraute Personen sagten. Um dieses Volumen zu erreichen, müssten allerdings schon im ersten Schritt 50 bis 60 Prozent an OfficeFirst verkauft werden. Investmentbanker sind sich uneins, ob das realistisch wäre oder ob man sich zunächst mit einem kleineren Volumen begnügen muss. OfficeFirst peilt laut Insidern einen Börsenwert von rund 1,5 Mrd. Euro an. Die 97 Gewerbeimmobilien im Portfolio werden mit 3,25 Mrd. Euro bewertet, doch lasten darauf zwei Mrd. Euro Schulden. Die IVG arbeitet derzeit an der Refinanzierung. Die Bank of America gehört zu den größten Gläubigern der IVG.