Olympia: Splitter 1 - Flachwasser-Kanutin Schwarz hart im Nehmen
Rio de Janeiro (APA) - Splitter von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro am Donnerstag:...
Rio de Janeiro (APA) - Splitter von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro am Donnerstag:
Sportschütze Thomas Mathis wollte bereits als „Taferlklassler“ mit dem Schießen beginnen. „Ich wollte schon mit sechs Jahren starten, habe dann aber im Prinzip drei Jahre lang betteln müssen bei den Eltern, weil in der ganzen Familie nie jemand den Schießsport ausgeübt hat, man hat es nicht gekannt“, meinte der 26-jährige Olympia-Teilnehmer. Die damaligen Vorbehalte seien aber nachvollziehbar gewesen. „Ich kann es verstehen, wenn der Sechsjährige kommt und nur noch von Gewehren spricht.“ Einige Jahre später habe sein Vater nach Gesprächen mit Olympiamedaillengewinner Wolfram Waibel dann aber doch nachgegeben.
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Viktoria Schwarz ist hart im Nehmen. „Das sind eigentlich keine Schmerzen, es ist einfach ungewohnt, es sind zwei Schrauben im Schulterknochen drinnen. Man spürt es, aber ich sage, als Sportler ist man gewohnt, Schmerzen zu haben“, meinte die Flachwasserkanutin. Schwarz hatte sich Ende Mai bei einem Schlafwandelsturz vom Balkon Knochenbrüche in der Schulter, an der Ferse und am Nasenbein zugezogen. Sie habe nach der Schulteroperation noch im Krankenhaus mit Beintraining angefangen, den betroffenen Arm habe sie aber rund ein Monat nicht belasten können. Mittlerweile sei sie aber längst wieder fit. „Der Knochen passt, es ist alles stabil.“
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In einer Trainingspause hat Flachwasserkanutin Viktoria Schwarz mit ihrem brasilianischen Freund Fernando Fernandes die Wildwasserbewerbe besucht. Sie drückte Mario Leitner (13.) die Daumen, der im Rollstuhl sitzende Parakanu-Weltmeister Fernandes feuerte Lokalmatador Pedro da Silva (6.) an. „Wir haben mitgefiebert. Fernando hat sich ja leider nicht für die Paralympics qualifiziert. Jetzt kommentiert er für das brasilianische Fernsehen“, sagte Schwarz, die den in Sao Paulo lebenden Brasilianer 2010 kennengelernt hat.
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Wegen des begrenzten Betreuer-Kontingents musste Josef Schopf, der Heimtrainer von Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger daheimbleiben. „Ich denke, Sepp hätte es sich verdient. Olympische Spiele sind ja für einen Trainer auch was ganz Besonderes“, sagte Weißhaidinger, der in Rio von Nationaltrainer Gregor Högler betreut wird. „Gregor ist der Denker, Sepp ist für die lustigen Sachen genauso zu haben. Ich werde alles tun, dass ich ihn stolz machen kann.“
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Auf Laurence Baldauff wartet nach ihrem Out im Bogenschießen mit ihrer nachgekommenen Familie ein spezieller Brasilien-Urlaub. „Wir fliegen auf eine echt coole Insel“, sagte die Wienerin. „Wir haben da Brasilien-Fotos geschaut. Welche Fotos schauen gut aus, wo können wir hingehen? Ein Ort ist uns immer wieder aufgefallen. Es ist eine Insel im Nordosten von Brasilien. Ich glaube, es ist 300 km oder mehr noch im Atlantik. Das schaut echt gut aus.“
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Österreichs Volleyball-Teamspieler Alexander Berger stimmt sich beim Olympia-Turnier auf die zweite Phase der EM-Qualifikation mit dem ÖVV-Team ein. Bei Italiens 3:1-Sieg gegen die USA saß er unter den Zuschauern und war begeistert: „Unfassbar hohes Niveau bei toller Stimmung in einer Wahnsinnshalle. Das ist Olympiafeeling pur.“ So ganz nebenbei hat der Ehemann von Mirna Jukic auch vier seiner Perugia-Teamkollegen auf die Finger geschaut.
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Wasserspringer Constantin Blaha ist beim Training einem Top-Ten-Golfer über den Weg gelaufen. Der US-Amerikaner Ricki Fowler ließ es sich am Mittwoch nicht nehmen, das grün gewordene Wasser im Sprungbecken anzusehen und posierte mit dem Wiener für ein Foto. Der Weltranglisten-Achte Fowler ist nach der Absage der Top vier des Rankings einer der Medaillenfavoriten bei der Golf-Rückkehr ins olympische Programm.