Erste Liga

Wattens hat gegen Wr. Neustadt Lust auf mehr

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Mit einem Heimsieg gegen Wiener Neustadt will Wattens heute (18.30 Uhr) den Traumstart realisieren.

Von Alex Gruber

Wattens –Der Naviser „Bua“ und Wattener Rotschopf Christian Gebauer brachte in den ersten drei Runden der Sky Go Erste Liga die Experten zum Schwärmen. Den Derby­treffer gegen Wacker setzte der 22-Jährige quasi obendrauf. Und er sagt in aller Bescheidenheit: „Für mich ist das alles ein Highlight und ich bin froh, dass ich das erleben darf.“

Denn nicht immer war der Rasen für den pfeilschnellen Flügel so saftig grün wie auf den österreichischen Zweitliga-Schauplätzen. Gebauer diente sich über die Erste des SV Navis zum Tirol Ligisten Matrei hoch, ehe ihn der Ruf der SVG Reichenau und daraufhin jener der WSG Wattens ereilte. Nur in ganz jungen Jahren spielte er kurz in der klassischen Talenteschiene des Tiroler Fußballverbandes vor, ehe er einen eher unkonventionellen Weg in den Profi­fußball nahm. „Ich bin froh über meinen Weg. Ich musste den Kampf auf vielen Dorfplätzen aufnehmen“, sagt Gebauer, ehe er heute im Gernot-Langes-Stadion mit Wiener Neustadt die Klingen kreuzt.

Den eigenen Marktwert hat er wie einige Kollegen in den letzten Wochen gesteigert, der Ruf eines größeren Klubs – Coach Thomas Silberberger: „Er fällt brutal auf“ – könnte ihn in Zukunft ereilen. Solche Gedanken blockt Gebauer ab: „Ich genieße es und versuche einfach meine beste Leistung auf den Platz zu bekommen. Ich komme aus Navis, schon die Reichenau war ein Highlight für mich. Und früher war ich mit meinem Vater Wattens schauen und habe gesagt: ,Da will ich hin.‘ Ich will immer höher kommen und schauen wir, wie weit es geht.“

Der gelernte EDV-Techniker ist im Profifußball gut angekommen. Und war in den ersten Spielen eine tragende Säule. Das werden auch die Gäste aus Wiener Neustadt mitbekommen haben. Den Wattener Mehrwert sollen am heutigen Abend freilich auch andere unterstreichen, geschlossen stark hat man schließlich den Auftakt gestaltet.

„Wir wollen nach vier Runden bei zehn Punkten halten. Dann wäre uns ein Traumstart gelungen und wir könnten die beiden Auswärtsspiele in der kommenden Woche (Kapfenberg und LASK, Anm.) ruhig angehen“, weist WSG-Trainer Thommy Silberberger aus. Dass im Wipptal gute Gene zuhause sind, weiß „Silbi“ aufgrund seiner Mutter ja aus erster Hand – niemand Geringerer als der Naviser Ex-FIFA-Schiedsrichter Conn­y Plautz ist sein Onkel.

Wattens hat auch starke Fakten zu liefern: 28 Liga-Heimspiele (24 Siege) ist man ohne Niederlage; 73 Prozent der Schüsse wurden innerhalb des Strafraums (Liga-Höchstwert in dieser Saison) abgegeben.