Standort Tirol

Rekord für Neue Heimat, Krux beim Freilandkauf

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Den Gemeinnützigen wurde auf eigenen Wunsch der Kauf von Freiland ermöglicht. In der Praxis nicht so einfach, räumt die Neue Heimat ein.

Von Max Strozzi

Innsbruck –Mit einem Bestand von 18.000 Wohnungen zählt die Neue Heimat Tirol (NHT) – sie gehört zu je 50 % dem Land Tirol und der Stadt Innsbruck – mittlerweile zu den größten Wohnbauträgern Österreichs. Geschäftsführer Klaus Lugger stufte gestern bei seiner letzten Bilanzpräsentation vor seiner Pensionierung den gemeinnützigen Bauträger bundesweit auf Platz vier oder fünf ein.

Knackpunkt bleiben die Grundstückspreise in Tirol. Zwar wurde auf Wunsch der Gemeinnützigen im kürzlich erneuerten Grundverkehrsgesetz berücksichtigt, dass auch sie Freiland kaufen dürfen. In der Praxis sei die Sache laut Ex-Wohnbaulandesrat und NHT-Geschäftsführer Hannes Gschwentner nicht so einfach. Schließlich sei man davon abhängig, dass Gemeinden das erworbene Freiland auch in Bauland umwidmen. Auf gut Glück größere Freilandflächen zu erwerben, spiele sich daher nicht so leicht. Zudem müsse man beim Kauf von Freiland dem Eigentümer wohl mehr als den üblichen Freilandpreis von einigen Euro pro Quadratmeter bieten. Und somit gehe es bei großen Flächen schnell um Millionen, die man ohne Gewissheit auf Baulandwidmung nicht so einfach ausgeben könne. Derzeit, so Gschwentner, besitze die NHT kein Freilandgrundstück.

Im Vorjahr hat die Neue Heimat mit einem Neubauvolumen von 93,5 Millionen Euro nach eigenen Angaben den Firmenrekord geknackt. Knapp 500 neue Wohnungen wurden fertiggestellt. Weitere 23 Mio. Euro flossen in die Instandhaltung der bestehenden Wohnungen. Aktuell baue die NHT in 37 Gemeinden an 967 Wohnungen, 582 davon sollen heuer fertiggestellt werden.

Von derzeit 14.000 Mietwohnungen würden rund zwei Drittel mit einem Hauptmietzins von weniger als 4 Euro je Quadratmeter vermietet, betonte Lugger. Im Schnitt seien die Mieten in NHT-Wohnungen halb so hoch wie am freien Markt.

Die Neue Heimat schrieb im Vorjahr 19,4 Mio. Euro Gewinn, davon wanderte fast alles in die Rücklagen. Denn wie viel an die Gesellschafter ausgeschüttet werden darf, ist bei Gemeinnützigen gesetzlich geregelt. Laut Lugger fallen für Land Tirol und Stadt Innsbruck daher jeweils nur 25.000 Euro ab.