Flüchtlinge - Situation in Italien laut Platter „Anlass zur Sorge“
Innsbruck/Brenner (APA) - Die Flüchtlingssituation in Italien gibt laut dem Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) „Anlass zur Sorge“...
Innsbruck/Brenner (APA) - Die Flüchtlingssituation in Italien gibt laut dem Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) „Anlass zur Sorge“. Die Anlandungszahlen seien ähnlich hoch wie im Vorjahr, die Unterbringungssituation werde immer schwieriger und am Brenner sei ein Anstieg der Aufgriffe illegal eingereister Personen zu beobachten, so Platter am Donnerstag.
Einen „Grund zur Panik“ ortete Tirols Landeschef noch nicht, es brauche aber „erhöhte Wachsamkeit“. „Am Beispiel Italiens zeigt sich einmal mehr in dramatischer Art und Weise, wohin es führt, wenn einzelne - selbst große Staaten - von der Europäischen Union mit der Problematik allein gelassen werden“, argumentierte Platter. Es sei nur noch eine Frage der Zeit, „bis Italien am Ende seiner Kapazitäten angelangt ist“.
Die EU müsse „endlich das Heft des Handelns in die Hand nehmen“. Die Situation am Brenner und auch an den anderen Grenzübergängen müsse sehr genau beobachtet und wenn nötig umgehend die direkten Grenzkontrollen aktiviert werden, forderte Platter. Insbesondere dann, wenn Frankreich und die Schweiz ernsthaft daran denken sollten, ihre Grenzen zu Italien zu schließen, wodurch der Druck auf Österreich, speziell Tirol, steigen würde. „Wir können nicht sehenden Auges in eine unzumutbare Situation für unser Land steuern“, kritisierte Platter.
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