Wählerverzeichnisse sorgen auch in Montenegro weiter für Spannungen
Podgorica (APA) - Zwei Monate vor den Parlamentswahlen sorgen die Wählerverzeichnisse in Montenegro weiter für innenpolitische Spannungen. E...
Podgorica (APA) - Zwei Monate vor den Parlamentswahlen sorgen die Wählerverzeichnisse in Montenegro weiter für innenpolitische Spannungen. Eine Beamtin des Innenministeriums widersetzte sich in dieser Woche, eine Anordnung des von der Opposition ernannten Innenministers Goran Danilovic umzusetzen. Die Mitarbeiterin wurde daraufhin vom Dienst suspendiert.
Die Anordnung Danilovics sieht die Streichung von 1.263 Personen aus dem Wählerverzeichnis vor, die dort nach dem 16. Oktober 2014 eingetragen wurden. Entsprechend der Verfassung sind in Montenegro nur jene Bürger wahlberechtigt, die mindestens zwei Jahre ein Wohnrecht in dem Adriastaat besitzen.
Danilovic beschuldigte unterdessen in einem offenen Brief Regierungschef Milo Djukanovic, seine Arbeit durch ihm treue Beamte zu behindern. Montenegro hat seit 19. Mai eine Regierung, an der auch die Opposition beteiligt ist. Dadurch sollen Voraussetzungen für faire und demokratische Wahlen gesichert werden. Die Parlamentswahlen sind für 16. Oktober geplant, stimmberechtigt sind laut früheren Angaben etwa 509.000 Bürger.
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