Europas Leitbörsen schließen klar im Plus
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Donnerstag einheitlich mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Laut Finanzinform...
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Donnerstag einheitlich mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Laut Finanzinformationsdienst Bloomberg wurden damit neue 7-Wochenhochs markiert. Marktteilnehmer verwiesen vor allem auf eine gute Stimmung an der Wall Street und merklich anziehende Rohölpreise als Unterstützungsfaktoren. Der Euro-Stoxx-50 gewann um 1,01 Prozent auf 3.049,03 Zähler.
„Mit einem Mangel an negativen Nachrichten ging der Aktienmarkt weiter nach oben“, formulierte ein Marktteilnehmer. Als kursbewegend galten auf Unternehmensebene vor allem die vorgelegten Quartalszahlen.
In einer Branchenbetrachtung ging es mit den anziehenden Rohölnotierungen im Blick mit den Ölwerten klar nach oben. Auch die Aktien von Banken standen in der Gunst der Anleger. Die Papiere der UniCredit verbuchten ein Kursplus von 2,15 Prozent. ING gewannen 1,1 Prozent. Im Energiebereich legten Eni und Enel jeweils etwa 1,4 Prozent zu.
Die Aktien von Thyssenkrupp konnten nach Verlaufsverlusten um ein Prozent zulegen. Die niedrigen Stahlpreise haben dem Industriekonzern auch in dessen drittem Geschäftsquartal stark belastet. Der Umsatz sackte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro ab.
Zalando kletterten um deutliche 5,4 Prozent hoch. Der Online-Moderiese hat im zweiten Quartal seinen Gewinn mehr als verdoppelt. Der Überschuss zog von 23 auf rund 51 Millionen Euro an. Der Umsatz erhöhte sich um ein Viertel auf 916,4 Millionen Euro.
Im Swiss-Market-Index (SMI) nahmen die Aktien der Versicherer Zurich Insurance und Swiss Life die vordersten Plätze ein. Der Versicherer Zurich überraschte im zweiten Quartal dank erster Erfolge des Sparprogramms positiv mit seinem Betriebsergebnis. Die Aktien profitierten davon mit einem Plus von 4,5 Prozent.
Die Anteilsscheine des Lebensversicherers Swiss Life gewannen 2,8 Prozent. Trotz einem prozentual zweistelligen Rückgangs der Bruttoprämien fielen sowohl der Betriebsgewinn als auch der Reingewinn deutlich besser als erwartet aus. Zudem verbesserte sich die Eigenkapitalsituation deutlich.
Die Henkel-Aktien verteuerten sich um satte fünf Prozent. Der Konsumgüterkonzern überzeugte mit zuversichtlicheren Aussagen zur operativen Entwicklung.
Die Aktien des Versorgers RWE steigerten sich um 4,05 Prozent. Zwar wurde der Versorger im ersten Halbjahr von einem schwachen Energie-Handelsgeschäfts ausgebremst, die Talfahrt seiner Großkraftwerke konnte der Konzern vorerst aber stoppen.
~ ISIN EU0009658145 ~ APA536 2016-08-11/18:14
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