Europas Leitbörsen zur Eröffnung kaum verändert erwartet

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die europäischen Börsen dürften zum Ausklang einer guten Woche am Freitag etwas ruhiger tendieren. Der F-D...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die europäischen Börsen dürften zum Ausklang einer guten Woche am Freitag etwas ruhiger tendieren. Der F-DAX als vorbörslicher Indikator für den DAX signalisierte am Freitag rund eine Dreiviertelstunde vor dem Start ein Minus von 0,20 Prozent auf 10.721,50 Punkte.

Für den Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 zeichnete sich mit minus 0,07 Prozent ein nahezu unveränderter Auftakt ab. In London deutet der FT-SE-100 mit minus 0,21 Prozent ebenfalls einen knapp behaupteten Handelsstart an.

Der DAX hat allein im bisherigen Wochenverlauf um dreieinhalb Prozent zugelegt. Am Donnerstag hatte das Börsenbarometer einen weiteren Jahreshöchststand erklommen. Aufwind kam dabei insbesondere von der Wall Street, wo der Dow Jones Industrial auf einen Rekordstand gestiegen war.

Etwas Unterstützung erhielt der europäische Markt vor dem Wochenende aus Asien, wo die Börsen durchwachsene chinesische Konjunkturdaten ignorierten. Aktuelle Daten zur Industrieproduktion, zu den Investitionen sowie aus dem Einzelhandel deuten darauf hin, dass die jüngste Stabilisierung der chinesischen Wirtschaft ins Stocken geraten ist. Die Experten des japanischen Analysehauses Nomura rechnen allerdings damit, dass die chinesische Notenbank der Wirtschaft mit weiteren Maßnahmen unter die Arme greifen wird.

Positive Signale gab es inzwischen aus Deutschland. Zwar verlor die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal an Fahrt, allerdings deutlich weniger als erwartet.

Die Papiere der Merck KGaA fielen im vorbörslichen Handel beim Broker Lang & Schwarz (L&S) um mehr als 1 Prozent. Die Privatbank Berenberg hatte zuvor aus Bewertungsgründen ihre Kaufempfehlung für die Aktien des Chemie- und Pharmakonzerns gestrichen.

Die Blicke richteten sich zudem auf einige Geschäftsberichte von Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe. Die Aktien der Immobiliengesellschaft Deutsche Wohnen verteuerten sich vorbörslich um rund 2 Prozent, nachdem das Unternehmen das Jahresgewinnziel nach oben geschraubt hatte.

Für die Anteilsscheine der Deutschen Pfandbriefbank ging es hingegen nach der Vorlage von Geschäftszahlen um mehr als 1 Prozent nach unten. Talanx-Aktien büßten 0,24 Prozent ein. Der Versicherungskonzern hält trotz hoher Katastrophenschäden in Deutschland und Kanada am Gewinnziel fest.

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