Bezirk Schwaz

Vater und Sohn als Hoffnungsträger für Fügen

© Fankhauser Eva-Maria

Der Aufsichtsrat der Spieljochbahn hat ausgedient. Auch der kurzzeitige Geschäftsführer ist passé. Heinz und Maximilian Schultz übernehmen.

Von Eva-Maria Fankhauser

Fügen –Als historische Sitzung in der Ära der Spieljochbahn wurde die jüngste außerordentliche Generalversammlung der Fügener Bergbahn bezeichnet. Denn durch die Übernahme der Schultz Gruppe hieß es an jenem Abend ade Aufsichtsrat und ade Geschäftsführer. Denn der interimistische Geschäftsführer Manfred Larch wurde nach knapp zwei Monaten wieder seines Amtes enthoben. Als Mehrheitseigentümer nimmt nun Heinz Schultz gemeinsam mit seinem Sohn Maximilian das Ruder selbst in die Hand. Der 22-Jährige gilt somit als einer der jüngsten Geschäftsführer in Tirol. „Ich bin stolz auf meinen tatkräftigen Sohn, der mir nachfolgen wird“, betonte Schultz.

Larch übernimmt als Assistent der Geschäftsführung die Leitung des Restaurants. Der Aufsichtsrat bestehend aus Vertretern der Gemeinden Fügen und Fügenberg sowie des TVB und anderer Gesellschafter bzw. Aktionäre hat hingegen ausgedient. „Wir waren kaum im Amt, als wir mit dem Verkauf der Anteile konfrontiert wurden. Aber das ist der richtige Weg. Es herrscht eine hohe Erwartungshaltung und die Leute sind begierig darauf, dass nun etwas geschieht“, betont Martin Mauracher, ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender.

Neben den Gemeinden und dem TVB traten auch andere Anteilhaber ihre Anteile ab, wie etwa die Raiffeisenbank Vorderes Zillertal, Sparkasse Schwaz, Firma Wetscher, Strabag AG oder Friedrich Heim.

Als weiterer Punkt standen die Entlastung des Aufsichtsrates und der Geschäftsführung an. Auch der ehemalige GF Walter Höllwarth wurde in der vorherigen Generalversammlung nicht entlastet, da für Fügens BM Dominik Mainusch dies wegen eines laufenden Gerichtsverfahrens und eines unfertigen Projektes (Speicherteich) nicht möglich war – die TT berichtete. Da nun aber Schultz die Bahn übernommen hat – und zwar rückwirkend bis 1.11.2015 – seien die Gründe zur Nichtentlastung für Mainusch hinfällig. „Und wer steht nun für die neue Bilanz 2015 gerade“, fragte daraufhin Othmar Kronthaler. „Ich kaufe mit allen Problemen rückwirkend und finde die Entlastung richtig“, stellte Schultz klar. Er wolle die alten Geschichten begraben und sich auf die künftigen Aufgaben konzentrieren.

Immerhin sollen ab 20. März 2017 die Bagger für die neuen Lifte auffahren.

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