Bezirk Schwaz

Klimaforschung im Zillertaler Naturpark

Das künftige Erweiterungsgebiet des Naturparks in Tux birgt geologische Besonderheiten, die Aufschlüsse über den Klimawandel geben.

Tux –Jenes rund 43 Quadratkilometer große Gebiet in Tux, um das demnächst der Hochgebirgsnaturpark Zillertaler Alpen erweitert werden soll, ist für das Institut für Geologie an der Uni Innsbruck höchst interessant.

Umfasst es neben den Almen eine weitere alpine Besonderheit: die Blockgletscher. Diese Schutt-Eis-Gemenge bewegen sich im aktiven Zustand talwärts. „Die aktiven und inaktiven Blockgletscher im Lange-Wand-Kar, Mitterschneidkar und in den Karen nördlich des Höllensteinkees im Tuxertal deuten auf Permafrost hin. Außerdem sind sie Indikatoren für Klimaveränderungen. Durch das Anbohren der Blockgletscher werden Temperaturänderungen der letzten Jahrtausende festgestellt“, erklärt Marc Ostermann vom Institut für Geologie und Paläontologie der Universität Innsbruck. Mittels GPS wird die Bewegung der aktiven Blockgletscher dokumentiert.Laut Ostermann stoßen die Geologen vermehrt auf inaktive Blockgletscher – diese haben keinen Eiskern mehr. Die klimatischen Veränderungen seien der Grund hierfür.

Ein Tummelplatz für die Forscher ist zudem die Spannaglhöhle hoch oben am Hintertuxer Gletscher. Die Uni Innsbruck untersucht sie unter der Leitung von Christoph Spötl seit einigen Jahren. Die Existenz dieser Tropfsteinhöhle sei ein Beweis dafür, dass einst Plusgrade auf dieser Höhe geherrscht haben müssen. Anhand der chemischen Zusammensetzung der Tropfsteine haben die Forscher das Klima der Vergangenheit re- konstruieren können. (ad)

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