Ja-Wort des Jahres

Himmlische Hochzeit: Wienerin im AUA-Flugzeug überrascht

Kurz nach dem Abflug noch in Alltagskleidung - wenig später im Brautkleid. Der Bräutigam plante die Überraschung bis ins letzte Detail.
© instagram/cherriesandbanana

Verlobung und Hochzeit in einem: In luftiger Höhe haben sich zwei Wiener das Ja-Wort gegeben. Die Braut ahnte von den eifrigen Plänen ihres Liebsten nichts. Er hatte an alles gedacht.

Wien – Über den Wolken, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Diese Liedzeilen von Reinhard Mey hat sich Jürgen Bogner (36) aus Wien besonders zu Herzen genommen. Er war nämlich so frei und überraschte seine Freundin Nathaly (28) im Flieger von Wien nach Griechenland mit einem Heiratsantrag – um sie wenige Augenblicke später zu heiraten.

„Just married“ - das Paar verlässt den Flieger in Richtung Flitterwochen.
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Aber von vorne: Seit fünf Jahren sind die beiden ein Paar. Vor drei Monaten fasste sich Jürgen ein Herz und begann mit seinen Hochzeitsplänen. Etwas Besonderes sollte es werden. Er wollte hoch hinaus und überzeugte schließlich die Austrian Airlines, ihm bei seiner einzigartigen Liebeserklärung zu helfen.

Anfang August wähnte sich Nathaly schließlich im Strandurlaub mit ihrer Freundin. Dass die nur Mittel zum Zweck war und ihr Freund sich an Bord versteckte, wusste sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Als aus den Lautsprechern dann der Hit „Marry You“ von Bruno Mars ertönte, fand sie es besonders aufregend, bei einer Verlobung dabei zu sein. Als kurz darauf ausgerechnet Jürgen aus dem hinteren des Flugzeugs erschien und auf sie zukam, traute sie ihren Augen – und Ohren – nicht. In 10.000 Metern Höhe und vor 200 Passagieren hielt Jürgen um ihre Hand an. Nach dem Ja-Wort ging es aber erst richtig los.

Standesbeamtin an Bord

Jürgen machte Nägel mit Köpfen und arrangierte neben einer Standesbeamtin auch eine Stylistin, einen Geiger, die Trauringe und ein Hochzeitskleid. Ebenfalls als „blinde“ Passagiere mit an Bord waren Nathalys Vater und 20 weitere Hochzeitsgäste.

„Ich wusste gar nicht, wie mir geschieht. Die Standesbeamtin hielt die Rede über das Bordtelefon. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu weinen“, sagte die verdutzte Braut. Für das Brautkleid hat Jürgen seine Auserwählte vor einiger Zeit in eine Boutique gelockt. „Sie sollte sich ein Kleid für eine bevorstehende Veranstaltung kaufen, da habe ich dann einfach Maß nehmen lassen und das Brautkleid heimlich in Auftrag gegeben“, gestand er.

Nach der Vermählung im Mittelgang drehte der Pilot noch eine Runde über dem Olymp und flog über die Kirche aus dem Film „Mamma Mia“. Apropos: Eine kirchliche Hochzeit in Wien soll folgen. Die Flitterwochen verbringen die Frischvermählten gerade in Athen. (tst)