Olympia: Splitter 1 - Gestohlener Laptop, Fidschi-Feiertag

Rio de Janeiro (APA) - Splitter von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro:...

Rio de Janeiro (APA) - Splitter von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro:

Sportschützin Olivia Hofmann ist einiges gewöhnt, aber mit so einem lautstarken Empfang und „Olivia-Rufen“ in der Partyzone des Österreich-Hauses in Botafogo hat die Olympia-Fünfte nicht gerechnet. „Wenn wir Bundesliga schießen, kommt schon auch mal Stimmung auf, aber das ist doch noch einmal was anderes“, sagte die 24-Jährige. Laut her ging es auch auf dem Mobiltelefon. Hofmann: „Es tschepperte die ganze Zeit.“

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Im Scheideraum auf der Kanuanlage wurde bereits am Mittwoch ein Laptop von Jernej Abramic, dem Trainer von Kajak-Fahrer Mario Leitner gestohlen. „Dort werden die Videos raufgespielt. Wir haben heute von diversen Nationen das Material ausgeborgt bekommen, damit wir trotzdem unsere Videoanalysen zwischen den Läufen machen können“, erklärte Corinna Kuhnle, die Fünfte im Wildwasser-Slalom wurde. „Es sind bestimmt viele Videos von Wettkämpfen drauf. Aber das ist nichts Tragisches. Wenn das jemand stiehlt und dann Videos von mir anschaut, und es wirklich so nötig hat, dann hat er es sich verdient, dann soll er es sich anschauen“, meinte sie lachend.

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Für einige Olympia-Athleten gab es vor wenigen Tagen eine erlösende Nachricht: Pokemon GO funktioniert nun auch in Brasilien. Neuseelands Torhüterin Anna Green oder Frankreichs Kanute Mathieu Peche hatten sich kurz nach ihrer Ankunft in Rio noch geärgert, dass sie im Olympischen Dorf mit ihrem Smartphone nicht auf die Jagd gehen konnten. Seit rund einer Woche ist das beliebte Spiel in Südamerika verfügbar. Bei Torhüterin Green leidet darunter wohl nun das Training. Darauf hatte sie nämlich verstärkt ihren Fokus legen wollen, als sie in Rio noch keine Pokemons fangen konnte.

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Die Bewohner des Inselstaates Fidschi dürfen sich nach dem ersten Olympia-Gold ihres Landes über einen zusätzlichen Feiertag freuen. Zu Ehren der Männer, die am Donnerstag in Rio de Janeiro im Siebener-Rugby-Finale Großbritannien 43:7 bezwangen, soll am 22. August in Zukunft nicht gearbeitet werden - kurioserweise nicht am 11. August, dem Tag des Triumphes. „Das ist ein wundervoller Moment in der Geschichte unserer Nation“, sagte Premierminister Frank Bainimarama am Freitag. „Wir haben unsere erste Goldmedaille bei den Sommerspielen gewonnen und jeder Fidschianer freut sich zu Hause und auf der ganzen Welt.“

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Nicht nur das „Austria House“ erfreut sich in Rio großer Beliebtheit, sondern auch das Schweizer Olympia-Haus. Kurios: Während nebenan in der Lagoa Rodrigo de Freitas um olympisches Gold gerudert wird, versuchen sich Brasilianer (!) im Eislaufen. Die Schlange ist bei gutem Wetter mehrere hundert Meter lang. „Ich war um 10.50 Uhr hier und bin jetzt nach fast drei Stunden Wartezeit auf der Schlittschuhbahn“, meint Helena Viana (32). Zwischen 8.000 und 10.000 Besucher pro Tag empfangen die Eidgenossen. Die synthetische Eisbahn (200 Quadratmeter groß) ist der Renner. Nebenan auf einer Sprintbahn ertönt täglich hundertfach der Startschuss, Kinder schnellen aus den Startblöcken und rennen los. Daneben gibt es Olympia-Public-Viewing und Konzerte.