Hohe Haftstrafen nach Mega-Kokain-Schmuggel vor der Küste Schottlands

Glasgow (APA/dpa) - 3,2 Tonnen Kokain waren auf dem Weg von Südamerika nach Europa, als die britischen Behörden im April 2015 einen Schleppe...

Glasgow (APA/dpa) - 3,2 Tonnen Kokain waren auf dem Weg von Südamerika nach Europa, als die britischen Behörden im April 2015 einen Schlepper vor der Küste Schottlands aufbrachten. Auf 595 Millionen Euro wird der Straßenverkaufswert geschätzt - der größte Drogenfund in Großbritannien. Am Freitag hat ein Gericht in Glasgow das Urteil gefällt: Der Kapitän und der erste Offizier müssen 20 und 22 Jahre in Haft.

Bei der Operation seien Drogenfahnder unter anderem aus der Türkei, aus Guyana sowie aus Tansania beteiligt gewesen, teilte die National Crime Agency mit. Auch ein Zerstörer der Royal Navy habe geholfen, den unter der Flagge Tansanias fahrenden Schlepper rund 100 Meilen (160 Kilometer) vor der schottischen Ostküste zu stoppen.

Die Drogen seien erst nach langer Suche in einem hinter Stahlplatten versteckten Tank im Schiffsrumpf entdeckt worden, hieß es. „Es hat über zwei Tage gedauert, um die Ballen zu bergen“, erklärte die Behörde.

Die Fahrt des Schiffes begann den Ermittlungen zufolge zunächst in Istanbul. Die beiden Verurteilten - 47 und 51 Jahre alt - sind Türken. Das Kokain sei in Guyana geladen worden, Endziel sei vermutlich das europäische Festland gewesen, so die National Crime Agency.