Anti-Terrorpolizei in Brüssel: Freilassung angeordnet
Die belgische Polizei hatte drei Terrorverdächtige festgenommen. Es wurden aber weder Waffen noch Sprengstoff bei ihnen gefunden.
Brüssel – Im Zuge von Razzien in der Nacht auf Freitag hat die belgische Anti-Terrorpolizei in Brüssel drei Verdächtige vorübergehend festgenommen. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, wurden sie verhört und später auf freien Fuß gelassen. Ein Richter habe keine ausreichenden Beweise gesehen, Waffen oder Sprengstoff seien nicht gefunden worden, hieß es.
Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Eric Van Der Sypt, sagte, es gebe bei dem Fall keinen Zusammenhang zu den jüngsten Vorfällen am Brüsseler Flughafen Zaventem. Dort hatte es am Mittwoch zunächst einen Bombenalarm gegeben. Die Drohungen richteten sich nach Behördenangaben gegen zwei Passagiermaschinen der Fluggesellschaft Scandinavian Airlines (SAS) aus Oslo und Stockholm, erwiesen sich später aber als falsch. Die Flugzeuge landeten am Mittwochabend sicher in der belgischen Hauptstadt.
Seit den islamistischen Anschlägen von Paris am 13. November 2015 mit 130 Toten, die wesentlich in Brüssel geplant worden waren, ist Belgien in erhöhter Alarmbereitschaft. In Brüssel waren am 22. März bei islamistischen Anschlägen am Flughafen Zaventem und in einem U-Bahnhof im EU-Viertel 32 Menschen getötet und mehr als 300 weitere verletzt worden.
Zu den Attentaten bekannte sich die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Am 6. August griff ein Mann in Charleroi zwei Polizistinnen mit einer Machete an, bevor er erschossen wurde. Auch diesen Angriff nahm der IS für sich in Anspruch. (APA/dpa)