Schadenersatzforderung an Monte dei Paschi für 283 Mio. eingetroffen

Frankfurt (APA) - Für die italienische Krisenbank Monte dei Paschi di Siena (MPS) nehmen die Schwierigkeiten kein Ende. Das börsennotierte G...

Frankfurt (APA) - Für die italienische Krisenbank Monte dei Paschi di Siena (MPS) nehmen die Schwierigkeiten kein Ende. Das börsennotierte Geldhaus hat eine Schadenersatz-Forderung in Höhe von 283 Mio. Euro von verschiedenen Aktionären erhalten. Dabei geht es um mutmaßlliche Unregelmäßigkeiten in den Informationsprospekten zu den Kapitalerhöhungen in den Jahren 2008, 2011 und 2014.

Allein die Genossenschaft Coop Centro Italia forderte einen Schadenersatz in Höhe von 137,1 Mio. Euro. Ein Verfahren wird am 20. Jänner 2017 beginnen, teilte die Bank mit. MPS schließt nicht aus, dass die Schadenersatzforderungen in den nächsten Monaten weiterhin steigen könnten. Das toskanische Geldhaus wies die Anschuldigungen zurück.

Italiens drittgrößtes Geldhauses, das als einziges unter den fünf großen italienischen Banken bei den EZB-Stresstests Ende Juli durchgefallen ist, kämpft um seine Rettung. Die Europäische Zentralbank (EZB) stimmte einem Sanierungsplan zu, der den Abbau von faulen Krediten sowie eine bis zu 5 Mrd. Euro schwere Kapitalerhöhung vorsieht.

~ WEB http://www.ecb.int ~ APA381 2016-08-12/14:18